Leider nicht überzeugend

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mutsammlerin Avatar

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Lily lebt in einem kleinen Ort an der Ostküste. Sie geht gern auf Partys und genießt ihre erste große Liebe. Die beiden sind überzeugt, dass diese für immer halten wird, weil sie einfach zusammengehören. Doch dann passiert bei einer Party am Strand ein tragisches Ereignis, woran auch ihre Beziehung zerbricht. Jahre später findet Lily Halt in ihrer Zeiten großen Liebe. Ihr Mann ist Ornithologe und ein Ruhepol in ihrem Leben. Trotzdem muss sie immer wieder an ihre Jugendliebe denken und trifft ihn auch eines Tages wieder. Lily ist über viele Jahre lang dann ganz zerrissen zwischen Loyalität und Leidenschaft.

In dem Buch begleiten wir Lily fast durch ihr gesamtes Leben. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht richtig einen Bezug zu ihr aufbauen zu können.
Generell bin ich auch immer noch so Fan davon, wenn Leute mit ihren Professoren zusammen kommen - auch wenn es hier wenigstens erst nach ihrem Studium passiert ist. Merkwürdig fand ich auch, dass ihre Jugendliebe keinen Namen bekommen hat, sondern immer nur „der Junge“ genannt wurde. Dadurch habe ich auch zu ihm keinen wirklich Bezug aufgebaut. Und für mich hat es dann eher nur Lilys Altersunterschied zu dem Professor betont.
Insgesamt wurden viele interessante und wichtige Themen angesprochen wie Feminismus, Unfruchtbarkeit, Umgang mit Trauer und Sucht. Aber kaum ein Thema ging wirklich in die Tiefe, was ich sehr schade fand.
Ich mag ruhige Bücher eigentlich immer ganz gerne, aber das hier hat mich leider sehr gelangweilt und konnte mich nicht überzeugen.