Auf ins Abenteuer mit Chaos-Fee Molli
Im ersten Band von Emma Flints Kinderbuchreihe „Die gute Fee mit der schlechten Laune“ - alias Molli – soll „Der Wunschperlen-Auftrag“ erfüllt werden.
Gute Feen sind wohl die fröhlichsten Wesen, die man sich nur denken kann. Zumindest fast alle, denn Molli ist anders. Die vielen Süßigkeiten kommen ihr fade vor, im Unterrichtsfach ‚Stunde der Freude‘ versagt sie auf ganzer Linie, umgeht Regeln nach Belieben und überhaupt langweilt sie sich in der harmonischen, glitzernden Feenwelt. Endlich ein Abenteuer erhofft sie sich von ihrem ersten Auftrag in der Menschenwelt. Doch auch bei der leicht erscheinenden Aufgabe dem einsamen Geburtstagskind Fabio eine Freude zu bereiten, verfolgt Molli ihren eigenen Plan. Kein Wunder das Molli sich wieder einmal ins Chaos manövriert, die Lage sich immer mehr zuspitzt und schließlich nicht nur die Fee selbst, sondern auch ihr Begleiter Pepito in große Gefahr schwebt.
Die Optik des Buches ist überaus ansprechend und wurde von unseren jungen Buchexperten sehr erfreut bestaunt. Die hübsche, geflügelte Fee Molli mit ihrem langen, hellblauen Haar und einem feenhaften rosa Kleid ziert das lilafarbene Buchcover. An ihrer Seite sitzt der hochmütig dreinblickende Pepito in Gestalt eines Pudels. Als besonderer Clou strahlen einige Linien auch noch in Metallic-Glanz, der allerdings recht empfindlich ist. Über den Farbschnitt zieht sich ein buntes Band, durchsetzt mit Schmetterlingen und Sternen. Insbesondere die kleinen Fans von Feen, Prinzessinnen und Elfen lassen sich schon allein vom Anblick verzaubern. Das Buch gibt mit seiner aufwändigen Optik also nicht nur Hinweise auf den Inhalt, sondern auch gleichzeitig auf die Zielgruppe. Denn obwohl Molli eine abenteuerlustige Rebellin ist, sollte die Leserschaft doch eine gewisse Affinität zu diesen zauberhaften Feenwesen aufweisen.
Die insgesamt 137 Seiten des Buches sind in jungleserfreundliche 16 Kapitel aufgeteilt und sehr angenehm zu lesen. Einige „Molli-Spezialausdrücke“ sind für zwar ziemlich lang, lassen sich durch eine farbliche Unterteilung aber meist trotzdem flüssig lesen. Empfohlen wird das Buch für Leser ab 8 Jahren, für aufmerksame Zuhörer ist das Buch aber auch schon früher zum Vorlesen geeignet. Auf allen Seiten sind außerdem hübsche Ornamente von Pernille Ørum zu finden, wodurch die durchaus beachtliche Textmenge aufgelockert wird.
Insgesamt bietet das Buch den Kindern jede Menge Anknüpfungspunkte aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit. Schließlich weiß wohl (fast) jeder, wie sich Langeweile anfühlt, was es heißt mal niemanden zum Spielen zu haben, nicht in jedem Fach ein Musterschüler zu sein, Ärger zu bekommen oder einfach schlecht gelaunt zu sein. Und ganz ehrlich: Wer hält sich schon ausnahmslos an jede bestehende Regel?
Besonders wird „Die gute Fee mit der schlechten Laune“ allerdings vor allem durch ihren Genre-Mix: Das Buch spielt sowohl in der Menschenwelt, wie auch in der herrlich anschaulich beschriebenen, fantastischen Feenwelt. Es wird gezaubert, geflogen und verwandelt. Neben diesen Fantasy-Elementen kommt es aber auch zu einer abenteuerlichen Entführung und das Thema Freunde (bzw. Freundschaften schließen) ist ebenfalls durchaus zentral.
Die vier Lehrkräfte der Feenschule bekommen von Autorin Emma Flint herrlich individuelle Charaktereigenschaften zu geschrieben. Die miesepetrigen Wandelwichtel sorgen mit ihren mauligen und schlagfertigen Kommentaren für jede Menge humorvolle Momente und sind trotz ihrer permanent schlechten Laune ausgesprochen liebenswert. Allen voran natürlich Pepito, der zwar durchaus ein ziemlich hochmütiger und selbstverliebter Vertreter seiner Zunft ist und Molli ziemlich niederträchtig behandelt, im Grunde aber ein loyaler Gefährte zu sein scheint. Durch die Erzählperspektive in Ich-Form lernt man Molli mitsamt ihren Gedanken und Gefühlen ganz besonders gut kennen. Sie ist ein wenig aberwitzig, forsch und abenteuerlustig, dabei tappt sie von einem Fettnäpfchen direkt ins nächste. Das harmonische Leben in der Feenwelt geht ihr oft auf die Nerven und verursacht ihr sowohl Langeweile als auch schlechte Laune. Im Grunde trägt aber auch Molli ein Herz aus Gold in sich und möchte für alle nur das Beste. In diesem Fall vor allem für den einsamen und schüchternen Fabio. Dabei verbreitet sie allerdings stets Chaos. Gerade das Durcheinander, für das sie mit ihrer Eigenwilligkeit und ihrer Unwissenheit in der Menschenwelt rund um die Kinder Fabio und Nesrin sorgt, bereitet ein überaus lustiges Lesevergnügen.
Wer sich für Feen, Elfen oder Prinzessinnen auch nur ein wenig begeistern kann, sollte sich die lustigen Abenteuer der guten Chaos-Fee Molli nicht entgehen lassen.
Gute Feen sind wohl die fröhlichsten Wesen, die man sich nur denken kann. Zumindest fast alle, denn Molli ist anders. Die vielen Süßigkeiten kommen ihr fade vor, im Unterrichtsfach ‚Stunde der Freude‘ versagt sie auf ganzer Linie, umgeht Regeln nach Belieben und überhaupt langweilt sie sich in der harmonischen, glitzernden Feenwelt. Endlich ein Abenteuer erhofft sie sich von ihrem ersten Auftrag in der Menschenwelt. Doch auch bei der leicht erscheinenden Aufgabe dem einsamen Geburtstagskind Fabio eine Freude zu bereiten, verfolgt Molli ihren eigenen Plan. Kein Wunder das Molli sich wieder einmal ins Chaos manövriert, die Lage sich immer mehr zuspitzt und schließlich nicht nur die Fee selbst, sondern auch ihr Begleiter Pepito in große Gefahr schwebt.
Die Optik des Buches ist überaus ansprechend und wurde von unseren jungen Buchexperten sehr erfreut bestaunt. Die hübsche, geflügelte Fee Molli mit ihrem langen, hellblauen Haar und einem feenhaften rosa Kleid ziert das lilafarbene Buchcover. An ihrer Seite sitzt der hochmütig dreinblickende Pepito in Gestalt eines Pudels. Als besonderer Clou strahlen einige Linien auch noch in Metallic-Glanz, der allerdings recht empfindlich ist. Über den Farbschnitt zieht sich ein buntes Band, durchsetzt mit Schmetterlingen und Sternen. Insbesondere die kleinen Fans von Feen, Prinzessinnen und Elfen lassen sich schon allein vom Anblick verzaubern. Das Buch gibt mit seiner aufwändigen Optik also nicht nur Hinweise auf den Inhalt, sondern auch gleichzeitig auf die Zielgruppe. Denn obwohl Molli eine abenteuerlustige Rebellin ist, sollte die Leserschaft doch eine gewisse Affinität zu diesen zauberhaften Feenwesen aufweisen.
Die insgesamt 137 Seiten des Buches sind in jungleserfreundliche 16 Kapitel aufgeteilt und sehr angenehm zu lesen. Einige „Molli-Spezialausdrücke“ sind für zwar ziemlich lang, lassen sich durch eine farbliche Unterteilung aber meist trotzdem flüssig lesen. Empfohlen wird das Buch für Leser ab 8 Jahren, für aufmerksame Zuhörer ist das Buch aber auch schon früher zum Vorlesen geeignet. Auf allen Seiten sind außerdem hübsche Ornamente von Pernille Ørum zu finden, wodurch die durchaus beachtliche Textmenge aufgelockert wird.
Insgesamt bietet das Buch den Kindern jede Menge Anknüpfungspunkte aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit. Schließlich weiß wohl (fast) jeder, wie sich Langeweile anfühlt, was es heißt mal niemanden zum Spielen zu haben, nicht in jedem Fach ein Musterschüler zu sein, Ärger zu bekommen oder einfach schlecht gelaunt zu sein. Und ganz ehrlich: Wer hält sich schon ausnahmslos an jede bestehende Regel?
Besonders wird „Die gute Fee mit der schlechten Laune“ allerdings vor allem durch ihren Genre-Mix: Das Buch spielt sowohl in der Menschenwelt, wie auch in der herrlich anschaulich beschriebenen, fantastischen Feenwelt. Es wird gezaubert, geflogen und verwandelt. Neben diesen Fantasy-Elementen kommt es aber auch zu einer abenteuerlichen Entführung und das Thema Freunde (bzw. Freundschaften schließen) ist ebenfalls durchaus zentral.
Die vier Lehrkräfte der Feenschule bekommen von Autorin Emma Flint herrlich individuelle Charaktereigenschaften zu geschrieben. Die miesepetrigen Wandelwichtel sorgen mit ihren mauligen und schlagfertigen Kommentaren für jede Menge humorvolle Momente und sind trotz ihrer permanent schlechten Laune ausgesprochen liebenswert. Allen voran natürlich Pepito, der zwar durchaus ein ziemlich hochmütiger und selbstverliebter Vertreter seiner Zunft ist und Molli ziemlich niederträchtig behandelt, im Grunde aber ein loyaler Gefährte zu sein scheint. Durch die Erzählperspektive in Ich-Form lernt man Molli mitsamt ihren Gedanken und Gefühlen ganz besonders gut kennen. Sie ist ein wenig aberwitzig, forsch und abenteuerlustig, dabei tappt sie von einem Fettnäpfchen direkt ins nächste. Das harmonische Leben in der Feenwelt geht ihr oft auf die Nerven und verursacht ihr sowohl Langeweile als auch schlechte Laune. Im Grunde trägt aber auch Molli ein Herz aus Gold in sich und möchte für alle nur das Beste. In diesem Fall vor allem für den einsamen und schüchternen Fabio. Dabei verbreitet sie allerdings stets Chaos. Gerade das Durcheinander, für das sie mit ihrer Eigenwilligkeit und ihrer Unwissenheit in der Menschenwelt rund um die Kinder Fabio und Nesrin sorgt, bereitet ein überaus lustiges Lesevergnügen.
Wer sich für Feen, Elfen oder Prinzessinnen auch nur ein wenig begeistern kann, sollte sich die lustigen Abenteuer der guten Chaos-Fee Molli nicht entgehen lassen.