Avalon neu erzählt
Bei einem Buch wie diesem ist der Vergleich eigentlich unvermeidlich: Kann Sabrina Qunaj mit Marion Zimmer Bradley und ihrer großen Avalon-Saga mithalten? Nach der Leseprobe würde ich sagen: Der Anspruch ist jedenfalls mutig – und die Geschichte hat durchaus das Potenzial, sich ihren eigenen Platz in der Artus-Literatur zu erobern.
Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin nicht einfach die bekannten Figuren und Motive heruntererzählt. Nimue steht im Mittelpunkt und wird zunächst sehr bodenständig eingeführt: als Schmiedetochter, die sich mit ihrem Vater, ihren Freunden und den Erwartungen an eine heiratsfähige Frau auseinandersetzen muss. Gleichzeitig schleicht sich das Übernatürliche langsam in ihre Welt.
Und dann kommt Merlin. Nicht als allwissender Zauberer aus dem Bilderbuch, sondern als ausgesprochen geheimnisvolle und fast schon unheimliche Gestalt. Seine Begegnung mit Nimue gehört für mich zu den stärksten Momenten der Leseprobe. Spätestens als er sich als Hofdruide Uther Pendragons vorstellt, während Nimue von diesem König noch nie gehört hat, ist klar: Hier prallen zwei Welten aufeinander.
Sprachlich gefällt mir der Roman sehr gut. Die Beschreibungen des Sees, der alten römischen Mauern und der Siedlung erzeugen eine wunderbar historische Atmosphäre, ohne dass der Text schwerfällig wirkt. Gerade diese Mischung aus Alltäglichem und Mystischem macht neugierig.
Und das Cover? Das gefällt mir ausgesprochen gut. Dunkelblau, Gold und die Rosen um das Schwert wirken edel und haben etwas Sagenhaftes, ohne in typische Fantasy-Optik abzurutschen.
Ob Die Herrin vom See am Ende tatsächlich mit Zimmer Bradleys Avalon mithalten kann? Das wäre nach einer Leseprobe noch vermessen zu behaupten. Aber sie hat mich neugierig genug gemacht, um genau diesen Vergleich unbedingt selbst anstellen zu wollen. Für mich ein sehr vielversprechender Auftakt.
Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin nicht einfach die bekannten Figuren und Motive heruntererzählt. Nimue steht im Mittelpunkt und wird zunächst sehr bodenständig eingeführt: als Schmiedetochter, die sich mit ihrem Vater, ihren Freunden und den Erwartungen an eine heiratsfähige Frau auseinandersetzen muss. Gleichzeitig schleicht sich das Übernatürliche langsam in ihre Welt.
Und dann kommt Merlin. Nicht als allwissender Zauberer aus dem Bilderbuch, sondern als ausgesprochen geheimnisvolle und fast schon unheimliche Gestalt. Seine Begegnung mit Nimue gehört für mich zu den stärksten Momenten der Leseprobe. Spätestens als er sich als Hofdruide Uther Pendragons vorstellt, während Nimue von diesem König noch nie gehört hat, ist klar: Hier prallen zwei Welten aufeinander.
Sprachlich gefällt mir der Roman sehr gut. Die Beschreibungen des Sees, der alten römischen Mauern und der Siedlung erzeugen eine wunderbar historische Atmosphäre, ohne dass der Text schwerfällig wirkt. Gerade diese Mischung aus Alltäglichem und Mystischem macht neugierig.
Und das Cover? Das gefällt mir ausgesprochen gut. Dunkelblau, Gold und die Rosen um das Schwert wirken edel und haben etwas Sagenhaftes, ohne in typische Fantasy-Optik abzurutschen.
Ob Die Herrin vom See am Ende tatsächlich mit Zimmer Bradleys Avalon mithalten kann? Das wäre nach einer Leseprobe noch vermessen zu behaupten. Aber sie hat mich neugierig genug gemacht, um genau diesen Vergleich unbedingt selbst anstellen zu wollen. Für mich ein sehr vielversprechender Auftakt.