Interessante Neuerzählung
Ich liebe die Arthus-Sage und bin bei jeder Neuerzählung gespannt, welche Aspekte der Erzähler herausarbeitet und auf welchen Figuren der Fokus liegt. Bei Sabrina Qunaj liegt er auf der Seherin Nimue. Für die meisten vermutlich am besten als die Herrin vom See im Hinterkopf.
Als Tochter eines äußerst angesehenen Schmiedes und als enge Freundin der beiden Kinder des Kastellverwalters ist Nimue nicht nur ein einfaches Bauernmädchen. Sie ist mit höfischen Sitten vertraut, mit politischen Verbindungen und gesellschaftlichen Hierarchien. Für ein junges Mädchen dieser Zeit ist weitaus mehr Bildung, als ihr im Normalfall zugestanden wird.
Ich mochte, dass die Handlung eher historisch denn im Fantasybereich angesetzt ist. Es ist vielleicht etwas weniger magisch, aber dafür realistischer. Die herausgearbeiteten Unterschiede in den unterschiedlichen religiösen Weltbildern zeigen das sehr gut und waren interessant zu lesen. Sowohl bei den Christen als auch den Anhängern des alten Glaubens gibt es alle Facetten, von fanatisch bis verständnisvoll und über den Tellerrand blickend. Da waren einige leise, aber sehr schöne und nachdenkliche Szenen dabei.
Nimue schon als Kind kennenzulernen und ihre Entwicklung zu verfolgen war schön und auch aufschlussreich. Noch sehe ich in ihr keine große und kraftvolle, vielleicht sogar einflussreiche Seherin in ihr. Dafür agiert sie mir oft zu passiv. Es wirkt, als hätte sie kaum Interesse mehr über ihre Gabe zu erfahren oder über die Deutung ihrer Visionen. Als würde ihr immer dann eine Wissenslücke auffallen, wenn sie vor einem akuten Problem steht. Ich hätte auch gerne mehr über ihre Ausbildung erfahren. Aber ich sehe Potential in ihr als Figur, zu einer wirklichen einflussreichen Frau zu werden. Sie ist erfahrener, noch immer wissensdurstig, eignet sich wissen über das Christentum an und erweitert damit ihren Horizont.
Zu Beginn war ich wenig davon angetan, Merlin als totalen Antagonisten darzustellen. Aber im Verlauf gefiel mir die Idee eines nicht nur zwielichtigen, sondern eines machtbesessenen Mannes, der für seine Ziele wortwörtlich über Leichen geht. Auch die Darstellung Avalons, das nicht als eine Art Himmelreich dargestellt wird, fand ich erst überraschend, dann aber wirklich gut. Eine Nuance der Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe.
So richtig in Fahrt gekommen ist die Handlung leider aber erst im letzten Drittel. Davor gab es immer wieder Passagen, die ich tatsächlich etwas zäh zu lesen fand. Ich verstehe vollkommen, dass eine junge Nimue oft von Zweifeln geplagt wird und ihr Orientierung fehlt. Aber die immer gleichen wiederkehrenden Zweifel seitenweise zu lesen erweckt den Eindruck, dass es sich die Geschichte im Kreis dreht. Da hat dann mein Leseeifer auch wirklich etwas nachgelassen. Da fehlte mir dann ein Ereignis und ein Vorkommnis, dass die Geschichte wieder etwas in Schwung bringt.
Als Tochter eines äußerst angesehenen Schmiedes und als enge Freundin der beiden Kinder des Kastellverwalters ist Nimue nicht nur ein einfaches Bauernmädchen. Sie ist mit höfischen Sitten vertraut, mit politischen Verbindungen und gesellschaftlichen Hierarchien. Für ein junges Mädchen dieser Zeit ist weitaus mehr Bildung, als ihr im Normalfall zugestanden wird.
Ich mochte, dass die Handlung eher historisch denn im Fantasybereich angesetzt ist. Es ist vielleicht etwas weniger magisch, aber dafür realistischer. Die herausgearbeiteten Unterschiede in den unterschiedlichen religiösen Weltbildern zeigen das sehr gut und waren interessant zu lesen. Sowohl bei den Christen als auch den Anhängern des alten Glaubens gibt es alle Facetten, von fanatisch bis verständnisvoll und über den Tellerrand blickend. Da waren einige leise, aber sehr schöne und nachdenkliche Szenen dabei.
Nimue schon als Kind kennenzulernen und ihre Entwicklung zu verfolgen war schön und auch aufschlussreich. Noch sehe ich in ihr keine große und kraftvolle, vielleicht sogar einflussreiche Seherin in ihr. Dafür agiert sie mir oft zu passiv. Es wirkt, als hätte sie kaum Interesse mehr über ihre Gabe zu erfahren oder über die Deutung ihrer Visionen. Als würde ihr immer dann eine Wissenslücke auffallen, wenn sie vor einem akuten Problem steht. Ich hätte auch gerne mehr über ihre Ausbildung erfahren. Aber ich sehe Potential in ihr als Figur, zu einer wirklichen einflussreichen Frau zu werden. Sie ist erfahrener, noch immer wissensdurstig, eignet sich wissen über das Christentum an und erweitert damit ihren Horizont.
Zu Beginn war ich wenig davon angetan, Merlin als totalen Antagonisten darzustellen. Aber im Verlauf gefiel mir die Idee eines nicht nur zwielichtigen, sondern eines machtbesessenen Mannes, der für seine Ziele wortwörtlich über Leichen geht. Auch die Darstellung Avalons, das nicht als eine Art Himmelreich dargestellt wird, fand ich erst überraschend, dann aber wirklich gut. Eine Nuance der Geschichte, die ich so bisher noch nicht gelesen habe.
So richtig in Fahrt gekommen ist die Handlung leider aber erst im letzten Drittel. Davor gab es immer wieder Passagen, die ich tatsächlich etwas zäh zu lesen fand. Ich verstehe vollkommen, dass eine junge Nimue oft von Zweifeln geplagt wird und ihr Orientierung fehlt. Aber die immer gleichen wiederkehrenden Zweifel seitenweise zu lesen erweckt den Eindruck, dass es sich die Geschichte im Kreis dreht. Da hat dann mein Leseeifer auch wirklich etwas nachgelassen. Da fehlte mir dann ein Ereignis und ein Vorkommnis, dass die Geschichte wieder etwas in Schwung bringt.