Cozy Witchy Vibes mit einer düsteren Familiengeschichte

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vienie Avatar

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Ich mochte „Die Hexen vom Honeysuckle House“ wirklich sehr! Das Buch hat für mich eine wunderschöne witchy und cosy Atmosphäre, gleichzeitig steckt aber auch eine spannende und teilweise düstere Familiengeschichte dahinter.

Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Florence und Evie Caldwell. Florence führt einen magischen Buchladen, der durch seine ganz eigenen kleinen Eigenheiten unglaublich hilfreich und einfach nur süß ist. Evie lebt mit ihrer Tochter Clara im Honeysuckle House, dem alten Familienhaus der Caldwells. Und auch das Haus selbst ist magisch und scheint seinen Bewohnerinnen auf ganz besondere Weise zur Seite zu stehen. Doch hinter all der Magie liegt eine düstere Vergangenheit: Alle dreizehn Jahre stirbt ein geliebter Mensch im Haus. Die Schwestern wollen herausfinden, was hinter diesen Todesfällen steckt und ob sie den vermeintlichen Fluch endlich brechen können.

Besonders interessant fand ich, dass wir nicht nur Florence und Evie begleiten, sondern durch die Geschichten und Perspektiven anderer Caldwell-Hexen auch mehr über die vergangenen Ereignisse erfahren. So setzt sich nach und nach ein Bild davon zusammen, was sich über die Jahre im Honeysuckle House ereignet hat.

Parallel dazu versucht ein Mann herauszufinden, was seiner Großtante vor vielen Jahren im Honeysuckle House widerfahren ist. Sie ist an einem dieser schicksalhaften Tage dort verstorben. Bei seinen Nachforschungen kommt er Florence näher und zwischen den beiden entwickelt sich eine kleine, schöne Romanze. 💕

Dabei bleiben aber einige Fragen: War es tatsächlich ein Fluch? Was steckt wirklich hinter den Todesfällen? Und was muss geopfert werden, damit endlich niemand mehr sterben muss? Das müsst ihr selbst herausfinden. 👀

Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere und die Beziehungen zwischen ihnen. Auch die unterschiedlichen, teilweise queeren Liebesgeschichten der Caldwell-Hexen haben mir gefallen. Gleichzeitig standen die Romanzen aber nie so sehr im Vordergrund, dass die anderen wichtigen Themen verloren gingen. Für mich ging es vor allem um Schwesternschaft, Freundschaft, vererbtes Trauma und Heilung – und genau das hat die Geschichte für mich so besonders gemacht.
Außerdem fand ich es schön, dass die meisten Charaktere bereits in ihren 30ern sind und die Geschichte damit nicht hauptsächlich typische Coming-of-Age-Themen behandelt. Gleichzeitig spielt auch Evies junge Tochter Clara eine wichtige Rolle und ist viel mehr als nur ein Nebencharakter.

Insgesamt war das für mich eine richtig schöne Mischung aus Cosy Mystery, Magie, Familiengeheimnissen, Fluch, Tarot und Romance. Eine Geschichte mit einer gemütlich-herbstlichen Atmosphäre, einem magischen Buchladen und einem Haus, das man am liebsten selbst besuchen würde – auch wenn man sich vielleicht zweimal überlegen sollte, ob man dort wirklich übernachten möchte.