Ein Haus mit Seele

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lesemaus2021 Avatar

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Für die Familie Caldwell ist die 13 nicht nur eine Zahl, sondern ein düsterer Fluch. Alle 13 Jahre stirbt jemand und zwar in ihrem Zuhause, dem Honeysuckle House. Die Schwestern Florence und Evie wollen gemeinsam mit Evies Tochter Clara den Ursprung des Fluches ergründen.

Die Geschichte der Caldwells wird aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeiten erzählt. Hier kommen nicht nur Familienmitglieder, sondern auch das Honeysuckle House selbst zu Wort und das fand ich echt klasse.
Die Idee, ein Haus durch ächzende Rohre und Lichter kommunizieren zu lassen, ist sehr originell und auch, dass der mit dem Haus verbundene Buchladen durch Rascheln der Buchseiten auf sich aufmerksam macht, fand ich super. Die Autorin hat auf wunderschöne Weise dem Haus als auch dem Buchladen eine Seele eingehaucht.

Durch Erzählsprünge in die Vergangenheit lernt man die Vorfahren von Florence und Evie kennen und erhält Einblicke in die Familiengeschichte. Trotz einer überschaubaren Anzahl an Protagonisten, bin ich komischerweise immer wieder mit den Personen durcheinander geraten, obwohl ich die einzelnen Charaktere durchaus sehr interessant fand.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Besonders die bildhafte Erzählweise hat eine wunderschöne magische Atmosphäre geschaffen. Zudem haben Kerzenlicht und Tarotkarten und viele weitere liebevolle Details einen ganz besonderen Charme versprüht.

Statt Spannung, die mir leider etwas fehlte, standen Schwesternliebe, Traumata und Verrat im Vordergrund und die Geschichte plätschert oftmals so dahin. Dadurch sind einige Längen entstanden, die nicht hätten sein müssen. Durch die vielen Perspektivenwechsel und Zeitsprünge habe ich teilweise leicht den Überblick verloren. Meiner Meinung nach hätte man aus den Todesfällen, dem Fluch und der Familiengeschichte etwas mehr Spannung herausholen können.

Vom Ende war ich etwas enttäuscht und teilweise fand ich es auch verwirrend. Irgendwie habe ich noch einen großen Paukenschlag erwartet, der leider nicht kam. Alles in allem habe ich die Geschichte der Familie Caldwell aber gerne gelesen. Ein wirklich schönes Herbstbuch nur leider kein Must Read.