Eine düstere Familiengeschichte

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kaenzyy Avatar

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Das Honeysuckle House ist schon seit Jahrzehnten das Zuhause der Caldwells, doch es ist auch für sehr viel Leid verantwortlich.
Alle dreizehn Jahre stirbt dort ein Mensch, ein Fluch der sich nicht aufhalten lässt und bald verlangt er nach seinem nächsten Opfer.

Die Schwestern Florence und Evie sind sehr unterschiedlich mit den Geschehnissen ihrer Vergangenheit umgegangen.
Während Florence das Haus meidet und es seit dem Tod ihrer Mutter, vor fast dreizehn Jahren, nicht mehr betreten hat, lebt Evie nach wie vor darin, zusammen mit ihrer Tochter Clara, und betreibt dort ein Hotel.
Immer wieder streiten sich die Schwestern über den richtigen Umgang mit dem Haus und dem Fluch, was sie immer weiter entzweit.

Die unterschiedlichen Charakterzüge der Schwestern wurden gut dargestellt.
Beide hatten eine schwierige Kindheit, da ihre Mutter nicht immer gut zu ihnen war und sie auf unterschiedliche Arten hat leiden lassen.
Das magische Honeysuckle House hat immer versucht die Schwestern zu beschützen und doch konnte es ihnen nicht immer helfen, auch die mysteriösen Tode hat es nie verhindern können.
Die Kombination aus Fantasy und solch schweren Themen fand ich ungewöhnlich, aber durchaus gelungen und glaubwürdig.
Sei es die Mutter, mit ihren schwer einzuschätzenden Emotionen und Gefühlsausbrüchen, oder auch was das damals und auch später bei Florence und Evie ausgelöst hat.

Bisher gab es sechs Todesopfer, alle gehörten der Familie Caldwell an oder waren ihnen sehr verbunden.
Den Anfang machten Helen und Christopher Caldwell im Jahr 1947.
Ihre Töchter Violet und Regina spielen ebenfalls eine große Rolle und von ihnen gibt es, neben den POVs von Florence, Evie und Clara, auch Kapitel aus der Vergangenheit.
Das alles jedoch zu verstehen und sich bei den verschiedenen Jahreszahlen nicht zu verlesen, war anfangs gar nicht so einfach und etwas verwirrend.
Sobald ich den Dreh raus hatte, hat es dann aber Spaß gemacht mitzurätseln, um herauszufinden, was es mit dem Fluch auf sich hat.

Mein persönliches Highlight war die, ebenfalls magische, Buchhandlung von Florence. Am liebsten wäre ich selber durch die Gänge getigert, um mir alles anzusehen und Zeugin der Magie zu werden.

Fazit: Eine düstere Familiengeschichte, über eine Familie von Hexen, die perfekt in den Herbst passt.