Eine Hexen-Familie mit besonderer Mission

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Das Cover von „Die Hexen vom Honeysuckle House“ gefällt mir sehr, denn es passt meiner Meinung nach unglaublich gut zur Geschichte und strahlt mit der dunklen Gestaltung etwas Mystisches aus. Es wirkt sogar ein bisschen bedrohlich und gleichzeitig aber auch cosy und das ist eine sehr stimmige Mischung zur diesem Buch. Eine tolle Ergänzung ist dazu der tolle Farbschnitt, der die Gestaltung wunderbar ergänzt und auch den goldenen Einband des Buches finde ich super schön! Dazu kommt, dass es auch im Inneren immer wieder Gestaltungselemente gibt, die das Leseerlebnis visuell untermalen und das sorgt dafür, dass dieses Buch optisch wirklich ein Highlight ist!

Die Geschichte erzählt von den beiden Hexen-Schwestern Florence und Evie, die ein schweres Erbe tragen. Denn ihre Familie ist verflucht und alle 13 Jahre stirbt ein geliebter Mensch. Jede auf ihre Weise versuchen sie über die Jahre den Fluch zu brechen, doch als sich das Wesen ihres magischen Hauses plötzlich verändert und ein Raum Feuer fängt, müssen sie sich doch zusammen tun und sich ihrer Vergangenheit stellen, um das Schlimmste zu verhindern.

Eigentlich lese ich keine Fantasy Bücher, weil es nicht mein bevorzugtes Genre ist, aber da es hier auch um eine Buchhandlung geht und ich Bücher-Bücher liebe, hat mich dieses Buch dann doch so gereizt, dass ich es unbedingt lesen wollte – und ich habe es nicht bereut! Neben der wunderschönen Gestaltung hat mich nämlich eine Geschichte erwartet, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat. Liz Parker schreibt sehr angenehm und flüssig, so dass sich der Text sehr leicht lesen lässt und die Schwestern haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. Sowohl sie, als auch andere Charaktere wirken auf mich stimmig und ihre Handlungen nachvollziehbar. Es wird zudem aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass ich den Frauen der Familie Caldwell sehr nahe kommen durfte. Ich mag das sehr, zu mal ich somit besonders stark mit ihnen fühlen durfte. Zu den Hexen der früheren Generationen hätte ich oft gerne etwas mehr erfahren, doch das hätte hier auch mit Sicherheit einfach den Rahmen der Geschichte gesprengt.

Beim Lesen entspann sich eine sehr komplexe und auch tiefgründige Familiengeschichte, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach gezeigt haben. So entstand, in Kombination mit der Bedrohung des Fluches, ein starker Sog und eine große Spannung, die sich bis zuletzt gehalten hat – toll! Sehr gefallen hat mir zudem, dass das Haus einen eigenen und lebendigen Charakter darstellt. Ein solches Element kannte ich bisher aus keiner anderen Geschichte, habe aber festgestellt, dass mich dieses hier sehr berühren konnte.

Die Geschichte vereint sehr elementare und existentiell bedeutsame Themen mit cosy Momenten, wunderbarer Unterhaltung, Liebe in verschiedenen Facetten und Spannung – jedoch ohne großen Grusel. Mir hat diese außergewöhnliche Mischung und die Lesezeit in dieser ganz eigenen magischen Welt sehr gefallen und ich möchte „Die Hexen vom Honeysuckle House“ wärmstens weiter empfehlen – viel Freude beim Lesen!