Encanto AU (lovingly <3)

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slenderkartoffel Avatar

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Das Cover, der Farbschnitt, die kleinen Illustrationen; Die gesamte Aufmachung des Buches ist einfach wunderschön und vermittelt eine gemütliche Herbstatmosphäre. Auc die Einteilung des Buches in nach Tarotkarten benannte Teile, die trotzdem noch kürzere Kapitel beinhalten, finde ich wirklich toll und mega passend!^^
Die Vermarktung als cozy Fantasy würde ich jedoch ändern, da doch einige Themen angesprochen und beschrieben werden, die nicht gerade cozy sind. Es handelt sich hierbei mehr um eine "Trauma Healing Urban Fantasy" und lässt sich als solche auch wunderbar lesen. Das konkrete Thema PTBS durch die eigene Familie, welches der Autorin sehr am Herzen liegt, wirkt durch bestimmte Formulierungen leider ein wenig unbeholfen, ist aber trotzdem ein passender Bestandteil dieser Geschichte und daher kaum störend.

Die Geschichte ist medium paced und enthält spannende Momente, besonders aufgrund der sogar in glücklichen Momenten drückenden Atmosphäre. Auch mochte ich die casual queerness und die Romance-Aspekte, die sich durch die Geschichte ziehen, aber nicht aufdringlich sind.

Der Schreibstil ist ebenfalls ganz schön und auf jeden Fall entspannt zu lesen und die Sie-/Er-Perspektive passte hervorragend. Durch die POV-Wechsel ließen sich alle Perspektiven mit einbeziehen und ich fand es besonders cool, dass auch das Haus ein paar eigene Kapitekl hatte. Vielleicht besonders deshalb, aber auch weil Familie, Zusammenhalt und ein magisches Haus in diesem Buch zentrale Rollen spielen, wirkt der Roman wie eine "Encanto" AU Fanfiction (und das meine ich sehr positiv, denn ich liebe den Film!). Mit dem Gedanken las sich das Buch sogar noch ein wenigschöner^^

Die Figure mochte ich ebenfalls gerne. Man erfährt zwar, bis auf die Schwestern, keine sonderlich deepen Hintergrundgeschichten, aber trotzdem habe ich mich direkt mit allen Figuren verbunden gefühlt. Einzig und allein Clara hat mich leicht verwirrt, da sie gleichzeitg wie 6 und wie 16 wirkt. Einerseits ist sie ganz klar ein kleines Kind, welches gerade erst lesen lernt, die Buchladenkatze Ink lieb hat und bei ihrer Mama sein möchte und gleichzeitig kann sie bereits mit Magie umgehen, hat recht erwachsene Gedanken und tut einige Dinge einfach allein, als hätte sie nie etwas anderes getan (und das nicht, weil sie so eine furchtbare Familie hat, dass sie schnell erwachsen werden musste).

Alles in Allem hat mir das Buch aber gut gefallen und ich finde, es eignet sich gut zur Einstimmung auf den Herbst <3