magische Momente

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elohym78 Avatar

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Seit vielen Jahrzehnten leben, lachen und lieben die Caldwell Hexen in ihrem Zuhause: Honeysuckle House. Ein Haus, dass die Hexen nicht nur beschützt, sondern ein gewisses Eigenleben führt und die Hexen damit schützt. Es macht das Licht an, verhindert, knarzende Dielen, reinigt sicher selber, hilft beim Kochen und ist einfach als Familienmitglied da. Doch alle 13 Jahre im Oktober fordert es ein Opfer und eine der Hexen oder ein liebender Angehöriger sterben im Honeysuckle House. Dosch diesmal soll alles anders und der Fluch endlich gebrochen werden!

Das Cover zeigt das Honeysuckle House, das Zuhause der Caldwell Hexen. Das Turmzimmer ist erleuchtet, der Rest des Hauses liegt im Dunkeln. Umrankt wird das Bild von Heckenkirschenranken, die dem Haus etwas Geborgenes verleihen.
Ich finde das Bild sehr schön zu Titel und Inhalt des Buches gewählt. Das Haus trotzt der umgebenden Dunkelheit und ist ein behütender Ort für die Hexen.

Mein erster Gedanke an dieses Buch ist: Warmherzig!
Auch wenn Liz Parker vieles, alles andere als warmherzig schildert. Ich mag die Stimmung zwischen Geborgenheit und Schrecken sehr und fühlte mich wohl zwischen den Seiten. Zu Beginn des Buches war ich ganz gefangen in der magisch, milden Stimmung, die mir das Honeysuckle House vermittelte. Die Geborgenheit, die nur das eigene Zuhause bieten kann, gewürzt mit viel Magie. Denn wer wünscht sich nicht ein Zuhause, dass sich selber reinigt, Tee kocht, wenn es einem schlecht geht, die Dielen nicht knarzen lässt, wenn man sich rausschleichen möchte und sich einfach um einen kümmert! Das Haus ist mehr als ein Haus, es ist ein Familienmitglied, denn es kann auch seinen Unmut und Ärger äußern, genau wie Freude und Glück.
Die in ihm lebenden Caldwell Hexen sind voller Magie. Mit ihrer Gabe des Kerzenziehens aus Wachs der eigenen Bienen, bringen sie Glück in das kleine Städtchen. Aber ihnen sind auch dunkle Geheimnisse zu eigen; denn Magie ist eben nicht nur sonnenhell und gütig. Sie kann auch dunkel und zerstörerisch sein. Macht verlockt; Macht korrumpiert.

Und auch diese düstere Seite schildert Liz Parker gekonnt und eindringlich. Selten ist es mir in einem Buch gelungen, beide Seiten so ausgeglichen lesen zu dürfen. Dunkel, brutal und geheimnisvoll ebenso, wie gütig, lustig und liebevoll

Natürlich wird alles von den Hexen getragen, die der Autorin meisterlich gelungen sind. Auch hier macht es die Mischung: Dunkel und Hell. Während ich mit den gerade im Haus lebenden Hexen Florence und Evie zitterte und litt, baute sich schlechte Stimmung gegen ihre Vorfahren auf. Auch wenn ich vieles Dunkle absolut nachvollziehen konnte.
Besonders spannend fand ich, dass Liz Parker die Geschehnisse über mehrere Jahrzehnte schilderte. Ich fühlte mich in jeder Zeit und mit jeder Person verbunden und kam selten ins Stolpern, wo und bei wem ich mich gerade befinde.

Ich habe Honeysuckle House und seine Bewohnerinnen geliebt! Eine ganz großartige Geschichte, die oft anders verläuft, als ich dachte. Warmherzig, liebevoll, brutal und erschreckend. Eine wunderbare Mischung!