Optisch ein Highlight, inhaltlich eine Niete
"Die Hexen von Honeysuckle House" ist bereits Liz Parkers dritter Roman, jedoch der erste, der ins Deutsche übertragen wurde.
Ein alter Familienfluch hält die Familie Caldwell seit mehreren Generation auf Trab. Alle dreizehn Jahre, jeweils am dreizehnten Oktober, muss ein geliebter Mensch der Caldwell-Familie sterben. Die Geschichte beginnt kurz vor dem dreizehnten Oktober des aktuellen Fluchjahres. Die Schwestern Florence und Evie machen sich gemeinsam mit Evies Tochter Clara auf die Suche nach der Erlösung des schon zu lange währenden Fluches. Wo liegt dessen Ursprung? Und wie können sie ihn lösen?
Die Geschichte wird aus sechs verschiedenen Perspektiven auf fünf verschiedenen Zeitebenen diskontinuierlich erzählt. Mögen Buchbeschreibung und Leseprobe vielversprechend klingen, ist der Geschichte schnell anzumerken, dass ihr das gewisse Etwas fehlt.
Die Protagonisten bleiben farblos und trotz des drohenden Unheils transportiert Parker eine gewisse Coziness, die der Geschichte jeglichen Charakter raubt. "Die Hexen vom Honeysuckle House" ist das Ergebnis eines Heilungsprozesses, den Parker schreibend für sich selbst angestrebt hat. Dies ist der Geschichte deutlich anzumerken. Es werden Themen mitunter endlos wiederholend angesprochen, ohne dabei eine Grenze zu überschreiten, um der Quintessenz nahezukommen. Dies ist der Entwicklung der vorliegenden Geschichte eindeutig nicht zuträglich.
Der Subtext der Geschichte wird auch nach Beendigung der Lektüre nicht ganz klar, und den Protagonisten haftet eine schwer zu fassende Distanz zur Leserschaft an - keiner von ihnen ist wirklich greifbar. Es lässt sich nur darüber spekulieren, welchen Anteil die Übersetzung an dieser sonderbaren Distanziertheit trägt. Zu beobachten ist jedoch, dass ein anderes Buch derselben Übersetzerin im Vorjahr ebenso farblos daherkam.
Leider können sowohl der aufwendige Farbschnitt, als auch der goldene Einband, sowie der hübsche Schutzumschlag nicht über eine gewisse inhaltliche Substanzlosigkeit hinwegtäuschen.
Insgesamt ist das Buch leider unterdurchschnittlich.
Ein alter Familienfluch hält die Familie Caldwell seit mehreren Generation auf Trab. Alle dreizehn Jahre, jeweils am dreizehnten Oktober, muss ein geliebter Mensch der Caldwell-Familie sterben. Die Geschichte beginnt kurz vor dem dreizehnten Oktober des aktuellen Fluchjahres. Die Schwestern Florence und Evie machen sich gemeinsam mit Evies Tochter Clara auf die Suche nach der Erlösung des schon zu lange währenden Fluches. Wo liegt dessen Ursprung? Und wie können sie ihn lösen?
Die Geschichte wird aus sechs verschiedenen Perspektiven auf fünf verschiedenen Zeitebenen diskontinuierlich erzählt. Mögen Buchbeschreibung und Leseprobe vielversprechend klingen, ist der Geschichte schnell anzumerken, dass ihr das gewisse Etwas fehlt.
Die Protagonisten bleiben farblos und trotz des drohenden Unheils transportiert Parker eine gewisse Coziness, die der Geschichte jeglichen Charakter raubt. "Die Hexen vom Honeysuckle House" ist das Ergebnis eines Heilungsprozesses, den Parker schreibend für sich selbst angestrebt hat. Dies ist der Geschichte deutlich anzumerken. Es werden Themen mitunter endlos wiederholend angesprochen, ohne dabei eine Grenze zu überschreiten, um der Quintessenz nahezukommen. Dies ist der Entwicklung der vorliegenden Geschichte eindeutig nicht zuträglich.
Der Subtext der Geschichte wird auch nach Beendigung der Lektüre nicht ganz klar, und den Protagonisten haftet eine schwer zu fassende Distanz zur Leserschaft an - keiner von ihnen ist wirklich greifbar. Es lässt sich nur darüber spekulieren, welchen Anteil die Übersetzung an dieser sonderbaren Distanziertheit trägt. Zu beobachten ist jedoch, dass ein anderes Buch derselben Übersetzerin im Vorjahr ebenso farblos daherkam.
Leider können sowohl der aufwendige Farbschnitt, als auch der goldene Einband, sowie der hübsche Schutzumschlag nicht über eine gewisse inhaltliche Substanzlosigkeit hinwegtäuschen.
Insgesamt ist das Buch leider unterdurchschnittlich.