Tarotmagie, ein tödlicher Fluch und ein lebendiges cosy Haus
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wurde absolut abgeholt. Das Cover und der Titel verspricht einen spannenden Herbst Roman voller Magie, mit einer Prise Düsternis. Auch die Innengestaltung mit den Tarotkarten und deren Erklärungen sowie die Karte der Liebenden war detailreich und liebevoll gestaltet. Das Buch vermischt einerseits ein cozy warmes Setting innerhalb der Buchhandlung und der Beziehungen mit einer düsteren Geschichte: seit Jahren leben Hexen im Honeysuckle House. Und jedes dreizehnte Jahr am 13. Oktober schlägt ein mörderischer Fluch zu, der ein Opfer fordert. Florence und Evie versuchen verzweifelt alle ihre Lieben zu schützen und den Fluch zu brechen. Allerdings sind dabei Hürden wie eine traumatische Vergangenheit und traurige Familiengeheimnisse zu überwinden. Ich fand das Setting eines lebenden, fühlenden Hauses besonders und unfassbar schön. Es bewegt sich nicht nur, sondern es lebt und liebt die Menschen, die darin leben. Auch das Magiesystem ist mal etwas anderes: Tarotmagie, Kerzenmagie und Kristalle ist für mich eine andere, besondere Art, wie Magie beschrieben wird. Was ich nicht erwartet habe, war die Aufarbeitung der Familiengeschichte: alte Verletzungen und Traumata spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch. Jede Generation hat etwas erlebt und wurde auf eine bestimmte Weise geprägt, die die Familie bis heute massiv verfolgen und ihre Narben hinterlassen hat. Wie die Schwester diese behutsam aufarbeiten und sich annähern, hat es für mich noch ein wenig mehr cosy gemacht. Eine große Leseempfehlung für den Herbst, für alle Fans von witchy Vibes, rätselhaften Flüchen und gleichzeitigem cosy Setting ist.