Zwischen Rätsel und Romantik
„Die Hexen von Honeysuckle House“ erzählt eine generationsübergreifende Familiengeschichte von Hexen, die in dem magischen Honeysuckle House leben oder gelebt haben. Dem Fluch zufolge stirbt alle dreizehn Jahre im Oktober jemand, der den Caldwell-Hexen wichtig ist. Florence Caldwell hat einen verzauberten Buchladenund hat dank ihrer niedlichen Nichte Clara nun auch einen schwarzen Kater namens Ink. Während Florence sich wegen dem Fluch von dem Haus und der Magie fernhält, betreibt ihre jüngere Schwester Evie dort eine Pension und organisiert ein Herbstfest in der Kleinstadt Burdock Creek, um sich nicht von dem Fluch unterkriegen zu lassen. Doch besorgniserregende Geschehnisse im Haus erschüttern auch Evies Zuversicht.
Der Roman umfasst in der Gegenwart vier Tage, in denen die Caldwells mit ihren Verbündeten versuchen, den Fluch zu brechen, damit diesmal niemand zu Tode kommt. Sie versuchen, die Puzzlestücke und die rätselhaften Todesfälle zusammenzusetzen. Dafür nutzen sie alte Tagebücher, Zeitungsartikel und befragen die Tarotkarten. Dabei geht es vor allem darum, dass die Schwestern wieder zusammenrücken und es geht natürlich um (queere) Liebe. Durch mehrere Handlungsstränge und Erzählperspektiven erhält man Einblicke in verschiedene Zeiten und alle Caldwell-Hexen – sogar das verzauberte Haus selbst. Das sorgt für Abwechslung und ist durch betitelte Kapitel gut ersichtlich, in welcher Zeit und bei wem man sich gerade befindet.
Liz Parker schreibt flüssig und erzeugt eine magische, aber auch geheimnisvolle Atmosphäre, geprägt von emotionaler Schwesternliebe, aber auch von Verrat und Trauma in der Familie. Gespickt mit ein bisschen Romantik und und bisschen cozy Herbstvibes, entsteht eine ungewöhnliche Mischung, die mir insgesamt oft zu schwer für eine cozy Mystery war – auch wenn es viele Hoffnungsschimmer gibt: Evies Tochter Clara etwa, stets hilfsbereit und lebensfroh, oder die beiden sich entwickelnden Romanzen. Die Spannung kommt vor allem durch den immer näher rückenden Fluchtag und die Frage auf, ob sie es rechtzeitig schaffen werden. Die Auflösung ist zwar nicht vorhersehbar, aber auch nicht völlig überraschend.
Die illustrierten Bienen, die sich immer mal wieder im Buch befinden, werden nur am Rand erwähnt, produzieren aber im Garten der Familie das Wachs für die Kerzenmagie. Ein goldener Buchumschlag, geschützt von einem herbstlich-mystisch gestalteten Schutzumschlag, ein schöner Farbschnitt, ein Lesebändchen und eine beiliegende Tarotkarte setzen besondere Akzente.
Ein ungewöhnlicher Herbstroman für alle, die Lust auf Magie haben, aber nicht auf familiäre Dramen, Spannung, Rätsel und große Gefühle verzichten möchten – und dazu eine abwechslungsreiche Erzählweise schätzen.
Der Roman umfasst in der Gegenwart vier Tage, in denen die Caldwells mit ihren Verbündeten versuchen, den Fluch zu brechen, damit diesmal niemand zu Tode kommt. Sie versuchen, die Puzzlestücke und die rätselhaften Todesfälle zusammenzusetzen. Dafür nutzen sie alte Tagebücher, Zeitungsartikel und befragen die Tarotkarten. Dabei geht es vor allem darum, dass die Schwestern wieder zusammenrücken und es geht natürlich um (queere) Liebe. Durch mehrere Handlungsstränge und Erzählperspektiven erhält man Einblicke in verschiedene Zeiten und alle Caldwell-Hexen – sogar das verzauberte Haus selbst. Das sorgt für Abwechslung und ist durch betitelte Kapitel gut ersichtlich, in welcher Zeit und bei wem man sich gerade befindet.
Liz Parker schreibt flüssig und erzeugt eine magische, aber auch geheimnisvolle Atmosphäre, geprägt von emotionaler Schwesternliebe, aber auch von Verrat und Trauma in der Familie. Gespickt mit ein bisschen Romantik und und bisschen cozy Herbstvibes, entsteht eine ungewöhnliche Mischung, die mir insgesamt oft zu schwer für eine cozy Mystery war – auch wenn es viele Hoffnungsschimmer gibt: Evies Tochter Clara etwa, stets hilfsbereit und lebensfroh, oder die beiden sich entwickelnden Romanzen. Die Spannung kommt vor allem durch den immer näher rückenden Fluchtag und die Frage auf, ob sie es rechtzeitig schaffen werden. Die Auflösung ist zwar nicht vorhersehbar, aber auch nicht völlig überraschend.
Die illustrierten Bienen, die sich immer mal wieder im Buch befinden, werden nur am Rand erwähnt, produzieren aber im Garten der Familie das Wachs für die Kerzenmagie. Ein goldener Buchumschlag, geschützt von einem herbstlich-mystisch gestalteten Schutzumschlag, ein schöner Farbschnitt, ein Lesebändchen und eine beiliegende Tarotkarte setzen besondere Akzente.
Ein ungewöhnlicher Herbstroman für alle, die Lust auf Magie haben, aber nicht auf familiäre Dramen, Spannung, Rätsel und große Gefühle verzichten möchten – und dazu eine abwechslungsreiche Erzählweise schätzen.