Ein lebendiger Erzähler, "menschliche" Figuren und eine fesselnde Erzählweise

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
christina19 Avatar

Von

Als Tierliebhaber hat mich das Cover gleich auf das Buch aufmerksam gemacht. Es gefällt mir in seiner Gestaltung wirklich gut, auch wenn der lilafarbene Hinweis auf einen anderen Roman des Autors für mich nicht so ganz ins Bild passt. Dieses Buch - "Der Wal und das Ende der Welt" - habe ich nicht gelesen und so ist mir der Autor gänzlich unbekannt. Sein Schreibstil in der Leseprobe gefällt mir aber richtig gut! Er schafft es, sich schon in den ersten Sätzen so überzeugend auszudrücken, dass ich tatsächlich kurz gezweifelt habe, ob Teile der Geschichte womöglich wirklich wahr sind. Da ich die Insel, die auf S. 7 abgebildet ist, online nicht finden konnte und die weiteren Sätze/Seiten relativ eindeutig auf einen fiktiven Ich-Erzähler schließen lassen, gehe ich nun aber davon aus, dass die Geschichte frei erfunden ist. Dass der Autor es aber überhaupt geschafft hat, mich kurz daran zweifeln zu lassen, spricht eindeutig für ihn und seine lebendigen Figuren.
Der Erzähler Jeremy ist mir wahnsinnig sympathisch, ebenso die weiteren Figuren. Angel scheint sich in die Gruppe Menschenaffen integriert zu haben, wobei sie logischerweise das schwächste Glied ist. Hier lernt man nun auch die Affen kennen, die allesamt Namen wie Gaffa und Doogie bekommen haben. Mich irritiert ein wenig, dass sie in der Geschichte wie Menschen miteinander kommunizieren. Ich nehme an, dass Angel ihnen diese Worte anhand ihrer Körpersprache, Mimik usw. in den Mund gelegt hat.
Was ich bisher lesen konnte, hat mich so sehr gefesselt, dass ich gerne tiefer in die Welt der Schimpansen eintauchen möchte!