Mensch, Natur, Mitgefühl.

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fönbo Avatar

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John Ironmongers Roman "Die Insel der Schimpansen" versetzt enen in ein außergewöhnliches Abenteuer.

Die dem Buch vorangestellte, liebevoll gezeichnete Karte von Samaki Island weckt den Entdeckergeist. Die Geschichte beginnt im beschaulichen Cornwall, schlägt jedoch schnell eine Brücke in das wilde Herz Tansanias.

Im Mittelpunkt steht die Profiturnerin Angel, die die einmalige Chance bekommt, die Sprache von Menschenaffen direkt im Urwald zu erforschen. Ironmonger beweist großes Talent für leisen, klugen und zutiefst empathischen Erzählstil. Seine Naturbeschreibungen sind intensiv und lebendig.

Der Einstieg wirft einen zunächst mitten ins Geschehen, entfaltet aber nach wenigen Seiten eine wunderbare Klarheit. Faszinierend ist die Vorstellung, wie eine junge Frau allmählich das Vertrauen eines wilden Schimpansenclans gewinnt.

Zwischen Angel und dem aufgeweckten Affen Milo deutet sich eine zutiefst berührende Freundschaft an, die ohne Worte auskommt. In diesem frühen Stadium deutet sich jedoch der herannahende Konflikt zwischen gieriger Ausbeutung und reinem Naturschutz an.

Die Sprache des Autors bleibt dabei gewohnt zugänglich, elegant und frei von moralischen Zeigefingern. Das farbenfrohe Cover mit dem ausdrucksstarken Porträt eines Schimpansen rundet den stimmungsvollen Gesamteindruck perfekt ab.