Alles andere als ein Affentheater - Eine Hommage an Jane Goodall
Vielleicht gleich eines vorweg.
Wer die bisherigen Werke von John Ironmonger verschlungen hat, wird auch diesen Roman lieben.
Als Wildlife- sowie Natur- und Tierdoku-Nerd war ich bereits alleine nur vom Klappentext zum aktuellen Roman "Die Insel der Schimpansen" her geflasht. Ich hatte sofort Jane Goodall-Vibes, die sich so auch beim Lesen dann bestätigten.
Die vielleicht bekannteste Primatenforscherin verstarb erst letztes Jahr. Man kann nun trefflich spekulieren, ob dieses Buch nun eine Hommage und vielleicht auch Ode an Goodall ist, die Zeit ihres langen Lebens immer ihre bedeutende Stimme für Natur- und Artenschutz erhob.
Mir fielen dann doch immer wieder Parallelen auf, die sich wie ein roter Faden durch die Story zogen, auch wenn die Schimpansen im Buch nicht im Gombe-Stream-Nationalpark heimisch sind, sondern ihr Habitat auf einer abgelegenen Insel Tansanias haben, die ganz besondere Begehrlichkeiten weckt.
Ironmonger hält uns hier meiner Meinung nach sehr schön den Spiegel vor. Hier liegt alles offen auf dem Tisch, was uns Menschen ins unserem Wirken ausmacht. Auch unsere hässlichen Fratzen bekommen entsprechendes Gewicht und werden nicht ausgespart.
Die Erzählung rund um unsere nächsten Verwandten setzt Ironmonger gekonnt in Szene. Genau wie ich es erwartet hatte und ich es auch bereits von seinen vorherigen Werken gewohnt war, geht es hier um eine tiefgründige Story, die viel mehr auch mit uns selbst zu tun hat, als uns auf den ersten Blick vielleicht lieb ist.
Der Autor gibt mit der empathisch und emotionalen Storyline den Schwächsten in unserer Gesellschaft, den wildlebenden Tieren, eine gewichtige Stimme. Auge in Auge verfolgen wir dabei die Entwicklung dieser Schimpansengruppe auf Samaki Island.
Im Alltag sehen wir häufig die kleinen Wunder der Natur direkt vor unseren Augen leider nicht mehr. John Ironmonger lässt uns genau diese Magie wieder neu spüren und auch die Zerbrechlichkeit dieser Ökosysteme erleben.
Alles in allem wieder ein echter Ironmonger, der genau meine tiefsten verborgenen Saiten erneut zum Klingen brachte. Ein echtes Meisterwerk seines ganz eigenen Genres.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Jane Goodall.
"Schimpansen haben uns mehr als jedes andere lebende Wesen dabei geholfen zu verstehen, dass es zwischen Mensch und Tierreich keine scharfe Grenze gibt. Diese Grenze ist undeutlich und sie wird immer nur undeutlicher."
Wer die bisherigen Werke von John Ironmonger verschlungen hat, wird auch diesen Roman lieben.
Als Wildlife- sowie Natur- und Tierdoku-Nerd war ich bereits alleine nur vom Klappentext zum aktuellen Roman "Die Insel der Schimpansen" her geflasht. Ich hatte sofort Jane Goodall-Vibes, die sich so auch beim Lesen dann bestätigten.
Die vielleicht bekannteste Primatenforscherin verstarb erst letztes Jahr. Man kann nun trefflich spekulieren, ob dieses Buch nun eine Hommage und vielleicht auch Ode an Goodall ist, die Zeit ihres langen Lebens immer ihre bedeutende Stimme für Natur- und Artenschutz erhob.
Mir fielen dann doch immer wieder Parallelen auf, die sich wie ein roter Faden durch die Story zogen, auch wenn die Schimpansen im Buch nicht im Gombe-Stream-Nationalpark heimisch sind, sondern ihr Habitat auf einer abgelegenen Insel Tansanias haben, die ganz besondere Begehrlichkeiten weckt.
Ironmonger hält uns hier meiner Meinung nach sehr schön den Spiegel vor. Hier liegt alles offen auf dem Tisch, was uns Menschen ins unserem Wirken ausmacht. Auch unsere hässlichen Fratzen bekommen entsprechendes Gewicht und werden nicht ausgespart.
Die Erzählung rund um unsere nächsten Verwandten setzt Ironmonger gekonnt in Szene. Genau wie ich es erwartet hatte und ich es auch bereits von seinen vorherigen Werken gewohnt war, geht es hier um eine tiefgründige Story, die viel mehr auch mit uns selbst zu tun hat, als uns auf den ersten Blick vielleicht lieb ist.
Der Autor gibt mit der empathisch und emotionalen Storyline den Schwächsten in unserer Gesellschaft, den wildlebenden Tieren, eine gewichtige Stimme. Auge in Auge verfolgen wir dabei die Entwicklung dieser Schimpansengruppe auf Samaki Island.
Im Alltag sehen wir häufig die kleinen Wunder der Natur direkt vor unseren Augen leider nicht mehr. John Ironmonger lässt uns genau diese Magie wieder neu spüren und auch die Zerbrechlichkeit dieser Ökosysteme erleben.
Alles in allem wieder ein echter Ironmonger, der genau meine tiefsten verborgenen Saiten erneut zum Klingen brachte. Ein echtes Meisterwerk seines ganz eigenen Genres.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Jane Goodall.
"Schimpansen haben uns mehr als jedes andere lebende Wesen dabei geholfen zu verstehen, dass es zwischen Mensch und Tierreich keine scharfe Grenze gibt. Diese Grenze ist undeutlich und sie wird immer nur undeutlicher."