Emotional intensive Geschichte über Schimpansen und Geldgier
Angel wird nach einer innovativen Masterarbeit eine Forschungsstelle auf einer abgelegenen Insel angeboten. Ein Grund dafür ist jedoch auch ihre Erfahrung als Profiturnerin. Denn sie soll die Sprache der Schimpansen erforschen, am besten aus der Nähe, in den Bäumen mit ihnen. Und tatsächlich gelingt es ihr, als niedrigstes Mitglied Teil des Stammes zu werden. Doch dann wird die Insel verkauft an dubiose Investoren, die unter dem Deckmantel von Umwelt- und Artenschutz sehr perfide Pläne haben. Und Angel findet sich und ihre Schimpansen in deren Fadenkreuz.
Mich hat dieses Buch sehr gefesselt und emotional erreicht. Für mich ist das Ironmongers bestes Buch bis jetzt und ich habe fast alle seiner Bücher gelesen. John Ironmonger siedelt diesen Roman wieder in seinem St. Piran Universum an. Der kleine englische Küstenort spielt dieses Mal aber nur eine kleine Nebenrolle, sodass die Skurrilität seiner Bewohner:innen dieses Mal kaum Raum in der Geschichte einnimmt. Stattdessen scheint sich Ironmonger ganz auf die Natur- und Artenschutzthemen konzentrieren zu wollen und so ist eine überaus spannende, berührende und auch empörende Geschichte mit viel Realismus entstanden. Oft werden in den Rezensionen Parallelen zu Jane Goodall gezogen, doch ich sehe mindestens genauso viele, wenn nicht mehr, mit Diane Fossey. Fossey wird nachgesagt, sich zu sehr mit “ihren” Gorillas identifiziert zu haben und bei deren Schutz auch selbst die Grenzen der Legalität überschritten zu haben. In einem ähnlichen Graubereich bewegt sich auch Angel in dieser Geschichte. Ironmonger hat hier einen Roman geschrieben über Trophäenjagd, die Dekadenz von Überreichen und die Geldgier kapitalistischer Unternehmen. Dabei zerlegt er glaubwürdig die Artenschutzargumente, die in diesem Kontext oft angeführt werden, und gibt jedem Tier eine eigene Identität, sodass man mit ihnen mitfühlen kann. Vielleicht vereinfacht er dabei ein bisschen die Charaktere der Gegenspieler, aber das fand ich für die Geschichte vernachlässigbar. Auch die Kommunikation zwischen Angel und dem Stamm irritiert zunächst, doch es wird später glaubhaft erklärt, wie diese Kommunikation funktioniert. Mich hat dieses Buch jedenfalls auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen und wird noch lange nachhallen.
Mich hat dieses Buch sehr gefesselt und emotional erreicht. Für mich ist das Ironmongers bestes Buch bis jetzt und ich habe fast alle seiner Bücher gelesen. John Ironmonger siedelt diesen Roman wieder in seinem St. Piran Universum an. Der kleine englische Küstenort spielt dieses Mal aber nur eine kleine Nebenrolle, sodass die Skurrilität seiner Bewohner:innen dieses Mal kaum Raum in der Geschichte einnimmt. Stattdessen scheint sich Ironmonger ganz auf die Natur- und Artenschutzthemen konzentrieren zu wollen und so ist eine überaus spannende, berührende und auch empörende Geschichte mit viel Realismus entstanden. Oft werden in den Rezensionen Parallelen zu Jane Goodall gezogen, doch ich sehe mindestens genauso viele, wenn nicht mehr, mit Diane Fossey. Fossey wird nachgesagt, sich zu sehr mit “ihren” Gorillas identifiziert zu haben und bei deren Schutz auch selbst die Grenzen der Legalität überschritten zu haben. In einem ähnlichen Graubereich bewegt sich auch Angel in dieser Geschichte. Ironmonger hat hier einen Roman geschrieben über Trophäenjagd, die Dekadenz von Überreichen und die Geldgier kapitalistischer Unternehmen. Dabei zerlegt er glaubwürdig die Artenschutzargumente, die in diesem Kontext oft angeführt werden, und gibt jedem Tier eine eigene Identität, sodass man mit ihnen mitfühlen kann. Vielleicht vereinfacht er dabei ein bisschen die Charaktere der Gegenspieler, aber das fand ich für die Geschichte vernachlässigbar. Auch die Kommunikation zwischen Angel und dem Stamm irritiert zunächst, doch es wird später glaubhaft erklärt, wie diese Kommunikation funktioniert. Mich hat dieses Buch jedenfalls auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen und wird noch lange nachhallen.