Packend, berührend, mit überraschenden Wendungen

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lunamonique Avatar

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In „Die Insel der Schimpansen“ entführt John Ironmonger die Leser auf eine abgelegene Insel in Tansania und gewährt Einblicke in die Welt der Schimpansen. Vom britischen Schriftsteller John Ironmonger stammen u.a. die Bücher „Der Wal und das Ende der Welt“, „Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen“ und „Das Jahr des Dugong – Eine Geschichte für unsere Zeit“.

Profiturnerin Angel Restorick lebt im idyllischen Fischerdörfchen St. Piran in Cornwall und hat für ihre Masterarbeit 4 Stunden täglich Schimpansen im Zoo beobachtet. Können Schimpansen sprechen? Angel ist davon überzeugt und bekommt die Gelegenheit, die Sprache der Schimpansen in der Wildnis zu erforschen. Hoch oben in den Bäumen kommt sie einer Schimpansen-Kolonie ganz nah.

„Nicht alles, was hier steht, ist wahr...“ Das Vorwort hat Humor und macht neugierig auf Angels Abenteuer. Teil Eins greift vor und weist auf ein Drama hin, das alles verändert. Autor John Ironmonger weiß den Leser in seine Geschichten zu ziehen und jedem, ob jung oder alt, die Tierwelt nahe zu bringen. Angel bekommt mit der Tansania-Reise die Chance ihres Lebens und braucht Mut, sich einer einsamen Insel mit all ihren Gefahren zu stellen. Das Team vor Ort bedeutet Rückhalt und Herausforderung. Ihre Leidenschaft fürs Turnen kommt ihr zu Gute, denn so kann sie mit den Schimpansen bis hoch oben in die Baumkronen klettern, baut mehr Nähe auf und wird zum Teil der Familie. Sie erlebt hautnah mit was vor sich geht und lernt mehr und mehr die Schimpansensprache zu deuten. Die Geschichte wirkt sehr realitätsnah. Es ist als wäre man mit Angel zusammen auf der Insel und würde alles life miterleben. Schimpansen sind wilde Tiere und gefährlich. Angel geht beim Zusammenleben große Risiken ein und muss Grenzen überwinden. Jedes Tier ist eine eigene Persönlichkeit. Das macht das Buch besonders deutlich. Je mehr wir mit Angel über die Schimpansen erfahren, desto mehr berühren ihre Schicksale. Gaffa, Nixon, Milo und Hootha zeigen Charakter und werden zu Hauptfiguren der Geschichte. Besonders am Anfang fällt es zeitweise nicht leicht einzuordnen, wer Mensch und wer Tier ist. Schon nach wenigen Seiten ist der Überblick einfacher. Die Namen für Menschen und Schimpansen sind gut gewählt. Gut und Böse lassen sich unterscheiden. Von wem geht Gefahr aus, und wer zählt zu Angels Beschützern? Mit einem Ereignis wendet sich das Blatt. Die Geschichte wird noch packender, spannender und aufwühlender. Eine Eskalation folgt der Anderen. Das letzte Buchdrittel nimmt gefangen und lässt einen nicht mehr los. Von Anfang bis Ende ein berührender Pageturner, der zeigt warum Wildtiere und ihre Umgebung so schützenswert sind. Zeichnungen am Ende des Buches setzen ein paar der Schimpansen in Szene. In den Anmerkungen erfährt der Leser mehr über die Entstehung des Buches und schockierende Zahlen, die klar machen wie groß die Bedrohung für eine breite Palette von seltenen Tierarten ist. Eine lehrreiche Lektüre, die zum Hinschauen zwingt und zum Einsatz für die Tierwelt ermuntert.

Jedes Tier ist auf seine Weise schön. Das Titelbild zeigt einen Schimpansen, der neugierig und weise in die Welt schaut. „Die Insel der Schimpansen“ von John Ironmonger ist ein Buch, das man nicht mehr aus den Händen legt und wie einen Schatz behandelt. Sehr empfehlenswert und ein tolles Geschenk nicht nur für Fans von John Ironmonger sondern für alle, die die Vielfalt unserer Welt lieben und sich dafür einsetzen wollen.