Schimpansen und Spannung
Vielen Dank an Vorablesen für das Exemplar.
John Ironmongers Roman „Die Insel der Schimpansen“ erzählt von Angel, einer Turnerin und Primatenforscherin aus England, die auf einer abgelegenen Insel in Tansania Schimpansen und ihre Kommunikation erforschen möchte. Ihr Forschungsvorhaben wird dadurch gestört, dass eine zwielichtige Firma die Insel aufkauft und neue Ziele verfolgt.
Erzählt wird die Geschichte als Tatsachenbericht eines Autors, der versucht Angels Geschichte zu rekonstruieren. Dieser narrative Aufbau gefällt mir sehr gut, da er einen Anschein von Wissenschaftlichkeit erweckt und mich diese Art zu erzählen immer ein wenig an Schauerromane des 19. Jahrhunderts erinnert.
Der Roman behandelt viele verschiedene Themen, allen voran das Verhältnis von uns Menschen zu unserer Umwelt und den anderen Lebewesen darin. Der Roman wirft viele philosophische Fragen auf, danach was Sprache eigentlich ist, ob und welche Tiere genutzt und getötet werden dürfen und wo wir als Menschen eigentlich hingehören. Ironmonger liefert auf diese Fragen nicht nur einfache Antworten, sondern zwingt die Leser:innen regelrecht dazu, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Ich denke daher, dass dieser Roman sich sehr gut für Lesekreise oder Buchclubs eignet. Genug zum Diskutieren gibt es hier allemal.
Es gab auch ein paar Dinge, die mir missfielen. Die Firma, die die Insel aufkauft, empfand ich als recht plump dargestellt und dadurch schnell durchschaubar, so dass ich mir beim Lesen dachte: „Das kann doch jetzt nicht alles sein.“ Ebenso fand ich den Schluss des Romanes, den ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte, doch ziemlich konstruiert.
Der Roman kann sowohl inhaltlich als auch von der Geschwindigkeit her, in zwei Hälften geteilt werden. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und durch die letzten Kapitel bin ich gerade zu geflogen.
Alles in allem kann ich den Roman trotz einiger Makel weiterempfehlen. Auch für Menschen, die normalerweise nicht so gerne über Tiere lesen (da zähle ich mich dazu), lohnt es sich. John Ironmonger hat es geschafft wissenswerte Fakten über Schimpansen mit einer spannenden Handlung zu verweben.
John Ironmongers Roman „Die Insel der Schimpansen“ erzählt von Angel, einer Turnerin und Primatenforscherin aus England, die auf einer abgelegenen Insel in Tansania Schimpansen und ihre Kommunikation erforschen möchte. Ihr Forschungsvorhaben wird dadurch gestört, dass eine zwielichtige Firma die Insel aufkauft und neue Ziele verfolgt.
Erzählt wird die Geschichte als Tatsachenbericht eines Autors, der versucht Angels Geschichte zu rekonstruieren. Dieser narrative Aufbau gefällt mir sehr gut, da er einen Anschein von Wissenschaftlichkeit erweckt und mich diese Art zu erzählen immer ein wenig an Schauerromane des 19. Jahrhunderts erinnert.
Der Roman behandelt viele verschiedene Themen, allen voran das Verhältnis von uns Menschen zu unserer Umwelt und den anderen Lebewesen darin. Der Roman wirft viele philosophische Fragen auf, danach was Sprache eigentlich ist, ob und welche Tiere genutzt und getötet werden dürfen und wo wir als Menschen eigentlich hingehören. Ironmonger liefert auf diese Fragen nicht nur einfache Antworten, sondern zwingt die Leser:innen regelrecht dazu, sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Ich denke daher, dass dieser Roman sich sehr gut für Lesekreise oder Buchclubs eignet. Genug zum Diskutieren gibt es hier allemal.
Es gab auch ein paar Dinge, die mir missfielen. Die Firma, die die Insel aufkauft, empfand ich als recht plump dargestellt und dadurch schnell durchschaubar, so dass ich mir beim Lesen dachte: „Das kann doch jetzt nicht alles sein.“ Ebenso fand ich den Schluss des Romanes, den ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte, doch ziemlich konstruiert.
Der Roman kann sowohl inhaltlich als auch von der Geschwindigkeit her, in zwei Hälften geteilt werden. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und durch die letzten Kapitel bin ich gerade zu geflogen.
Alles in allem kann ich den Roman trotz einiger Makel weiterempfehlen. Auch für Menschen, die normalerweise nicht so gerne über Tiere lesen (da zähle ich mich dazu), lohnt es sich. John Ironmonger hat es geschafft wissenswerte Fakten über Schimpansen mit einer spannenden Handlung zu verweben.