Spannend, dramatisch und berührend zugleich!

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
lese_freiheit Avatar

Von

Es gibt wohl kaum einen Schriftsteller, dem es so meisterhaft gelingt, Fiktion und Realität zu einem perfekten Gesamtkonstrukt zu verbinden, wie John Ironmonger. Und so ist es wirklich nicht verwunderlich, dass sich auch sein neuestes Buch, nach einer kurzen Orientierungsphase zu Anfang, wieder einmal als ein grandioses Lesehighlight entpuppt. Eine tolle Geschichte voller dramatischer und berührender Momente, die einfach hängen bleibt.

Der Autor hat wie gewohnt, aktuelle und hochinteressante Thematik aufgegriffen und in eine schöne und spannende Romanerzählung verpackt.

Profiturnerin Angel bekommt das Angebot, fernab ihres Uni-Alltags, auf einer abgelegenen Insel in Tansania mit Schimpansen in freier Wildbahn zusammenzuleben und deren Sprache zu erforschen. Doch sich in die Gruppe wilder Primaten einzufinden, ist längst nicht die größte Herausforderung. Ihr Leben zu beschützen, wird das weit nervenaufreibendere Abenteuer. Denn die Privat-Insel wird später an eine Immobilienfirma verkauft, die nur vorgibt, hier Natur- und Artenschutz zu betreiben. Tatsächlich ist das Leben der Samaki-Schimpansen in großer Gefahr. Was auf den Inselverkauf folgt, kann nur als einen wahrgewordenen Fiebertraum bezeichnen. Das gleiche trifft übrigens auf die Anmerkungen das Autors am Ende des Buches zu, der mit schier unfassbaren Zahlen und Fakten zum Thema Trophäenjagd aufwartet.

Wer Ironmongers Bücher kennt, kann sich freuen. Denn auch hier ist das Fischerdörfchen St. Piran als Angels Heimatort, ein wichtiger Ausgangs- und Zielpunkt in der Geschichte.

Diesen Roman kann man unmöglich auf Seite legen und er ist wirklich ein absolutes Muss für alle Ironmonger-Fans, die LeserInnen des Buches „Trophäe“ von Gaea Schoeters und alle, die gute Bücher zu schätzen wissen.