Vom Umgang mit den Tieren

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lesestern Avatar

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Angel turnt auf Leistungsniveau und studiert Zoologie. Besonders angetan hat es ihr eine Schimpansengruppe im Zoo. Unermüdlich beobachtet sie die Tiere und erhofft sich, ihre Sprache zu finden.

Dann erhält sie das überwältigende Angebot, eine wilde, aber schon gut dokumentierte Schimpansengruppe auf einer Insel im Viktoriasee in Tansania auf die Merkmale einer Sprache hin zu erforschen und dass mitten unter ihnen.
Doch nach einigen intensiven Monaten stürzt das Alphamännchen vom Baum und die Insel wird an dubiose, neue Besitzer verkauft – und nichts ist mehr so, wie es war.

Der Autor versteht es aus der Sicht eines fiktiven außenstehenden Bekannten von Angel die Geschichte spannend aufzuziehen. Angels Interaktionen mit den Schimpansen kommen dabei so intensiv herüber, dass man denkt, mit auf dieser Insel zu sein.

Die Rangordnung, Familienbeziehungen und versteckte Aggressionen unter den Männchen werden plausibel und naturnah beschrieben und trotz der gefundenen Sprache, die Angel versteht, werden die Affen nicht vermenschlicht. Belegte Forschungsergebnisse über Schimpansen werden geschickt in die Handlung eingebaut.

Dies alles ist schon sehr spannend und interessant geschrieben, aber die Spannung wird noch einmal nach dem Sturz des derzeitigen Alphamännchens und dem Verkauf der Insel gesteigert, denn nun sind alle in Gefahr.

Die beiden letzten Kapitel schaffen einen versöhnlichen Schluss. Das Nachwort beschreibt sehr schön die Intentionen des Autors und seinen Schreibprozess.
Der Zoologe, Familienvater und weitgereiste Autor schafft hier einen spannungsgeladenen Roman für alle, die Tiere, Naturschutz, Forschung und Spannung lieben (und alle anderen)!

Sehr empfehlenswert! Unbedingt lesen!