Zwischen Verhaltensbiologie und Geldgier
Auf Samaki Island im Victoriasee in Tansania steht der Schimpansengruppe um Silberrücken Gaffa eine spektakuläre Veränderung bevor. Anders als zurzeit der Verdrängung Carters als Alphamännchen durch den jüngeren Gaffa wird die fällige Übernahme der Anführerrolle durch ein jüngeres Tier jetzt nicht ohne Blutvergießen stattfinden, weil Doogie und Nixon um die Nachfolge konkurrieren. Die kleine Insel ist nur umständlich zu erreichen, so dass die Primatengruppe und eine Handvoll Verhaltensbiologen ungestört ihrer Forschungstätigkeit nachgehen können. In St. Piran in Cornwall wird derweil die Spitzenathletin Angelica/Angel angeworben, um in der Primatenkolonie zu untersuchen, ob Schimpansen eine Sprache haben könnten. Die muskulöse junge Frau, die ihr Sportlehrer durch Geräteturnen vor dem Abrutschen in unerwünschte Gesellschaft bewahrte, klettert seit früher Kindheit auf Bäume und kann wie die Schimpansen in Baumkronen übernachten.
Als die Insel an ein Unternehmen aus Südafrika verkauft wird, konfrontiert das die Forscher mit dem materiellen Wert, den ein Reservat an sich für einen Investor hat, speziell eines mit Primaten. Mehrere Handlungsfäden laufen aufeinander zu: Die Ereignisse in Gaffas Gruppe, die Perspektive der Forscher, Ereignisse während Angels Abwesenheit in St. Piran, wo Jeremy Melon ein Buch über den Dschungel schreibt – und die Eskalation durch die Investoren auf dem Inselchen.
Fazit
John Ironmongers märchenhafter Roman, der nach den Ereignissen um den Wal spielt, hat mich gleich zu Anfang am stärksten berührt, als sich schrittweise entfaltete, welche Rolle darin Angel zugedacht war und wie Gaffas Gruppe diesen „kleinen Vogel“ einordnete. Der Klappentext verrät schon zu viel, um sich noch von der Geschichte überraschen zu lassen. Ohne weiter zu spoilern, sei gesagt, wer Ironmonger bisher mochte, sich für Verhaltensbiologie und Jane Goodalls Arbeitsweise interessiert und nicht zu zart besaitet ist, sollte die Lektüre wagen.
Als die Insel an ein Unternehmen aus Südafrika verkauft wird, konfrontiert das die Forscher mit dem materiellen Wert, den ein Reservat an sich für einen Investor hat, speziell eines mit Primaten. Mehrere Handlungsfäden laufen aufeinander zu: Die Ereignisse in Gaffas Gruppe, die Perspektive der Forscher, Ereignisse während Angels Abwesenheit in St. Piran, wo Jeremy Melon ein Buch über den Dschungel schreibt – und die Eskalation durch die Investoren auf dem Inselchen.
Fazit
John Ironmongers märchenhafter Roman, der nach den Ereignissen um den Wal spielt, hat mich gleich zu Anfang am stärksten berührt, als sich schrittweise entfaltete, welche Rolle darin Angel zugedacht war und wie Gaffas Gruppe diesen „kleinen Vogel“ einordnete. Der Klappentext verrät schon zu viel, um sich noch von der Geschichte überraschen zu lassen. Ohne weiter zu spoilern, sei gesagt, wer Ironmonger bisher mochte, sich für Verhaltensbiologie und Jane Goodalls Arbeitsweise interessiert und nicht zu zart besaitet ist, sollte die Lektüre wagen.