Hat mir gut gefallen!

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gedankenlabor Avatar

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„Die Insel meiner Schwester“ von Sara B. Elfgren hat mich leise, aber nachhaltig berührt. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung nicht durch große Dramatik, sondern durch eine dichte, melancholische Atmosphäre und sehr fein gezeichnete Gefühle. Besonders beeindruckt hat mich, wie glaubwürdig Trauer, Schuld und die komplizierte Nähe zwischen Geschwistern dargestellt werden. Die Insel wirkt dabei fast wie eine eigene Figur – still, bedrückend und voller unausgesprochener Erinnerungen. Für mich ist es ein ruhiges, intensives Buch, das lange nachhallt und gerade durch seine Zurückhaltung stark ist.
Zum Inhalt:
Nach langem kehrt die Ich-Erzählerin auf eine abgelegene Insel zu ihrer Schwester zurück, auf der die beiden früher viel Zeit verbracht haben. Dort wird sie mit Erinnerungen, Schuldgefühlen und ungeklärten Fragen konfrontiert. Während sie sich durch die einsame Landschaft bewegt, setzt sie sich immer intensiver mit der Beziehung zu ihrer Schwester auseinander und versucht zu verstehen, was verloren ging und was vielleicht noch verarbeitet werden kann. Die Insel wird dabei zum Spiegel ihrer inneren Zerrissenheit.