Lässt einen nicht los

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lesemaus2021 Avatar

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Bei dem Buch "Die Insel meiner Schwester" handelt es sich um einen Roman, der sich teilweise so spannend liest wie ein Thriller. Die beiden Halbschwestern Nia und Miriam haben einen gemeinsamen Vater, lernen sich aber erst mit 14 Jahren kennen. Schnell werden sie enge Freundinnen und Verbündete und verbringen unglaublich viel Zeit miteinander. Dazu gehören auch gemeinsame Ferien auf der Insel ihres Vaters. Irgendwann bekommt das innige Schwesternverhältnis Risse und der Kontakt bricht ab. Erst nach vielen Jahren sehen sich die beiden Frauen auf der Insel wieder, die damals ihrem Vater gehörte. Schnell wird klar, dass etwas nicht stimmt und plötzlich geht es um Leben und Tod.

Erzählt wird die Geschichte aus Miriams Sicht und durch zahlreiche Rückblenden durchlebt man die Schulzeit und Jugend der beiden Schwestern. Deutlich wird dabei schon das etwas ungleiche Verhältnis der Beiden. Vorrangig geht es in dem Buch um Liebe, Freundschaft, Gefühle und Verlust, aber auch Gewalt und toxische Beziehungen spielen ebenso eine wichtige Rolle. Unglaublich gut gefallen hat mir die teilweise düstere Atmosphäre und das tolle Inselsetting. Mit einem psychologischen Spannungsroman hatte ich gar nicht gerechnet. Auch der klare und flüssige Schreibstil der Autorin hat genau meinen Geschmack getroffen. Zu Beginn hat sich die Geschichte etwas gezogen, allerdings ist das auch mein einziger Kritikpunk und ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.