Schatzsuche mit viel Schlamm und ein bisschen Magie

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besueandamy Avatar

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Hier übernimmt wieder der Lütten der Kategorie "Zielgruppe" das Wort (die Erwachsenenwelt dahinter übt sich in vornehmer Zurückhaltung):

Das Cover von Die Jagd nach den magischen Münzen sieht richtig nach Abenteuer aus. Zwei Kinder stehen am Fluss, es glänzt geheimnisvoll und man denkt sofort: Da passiert gleich etwas Spannendes. Allerdings wirkt das Bild auch ein bisschen ruhig – ich hätte mir mehr Action oder etwas richtig Magisches gewünscht, damit man sofort weiß: Das Buch hat Power.

Die Idee der Geschichte finde ich super. Ein Kind entdeckt etwas Besonderes im Schlamm und merkt, dass dieser Fund nicht normal ist. Der Fluss fühlt sich fast wie eine eigene Figur an, was ziemlich cool ist. Leider dauert es manchmal lange, bis wirklich etwas passiert. Es wird viel beschrieben – wie der Fluss aussieht, wie sich alles anfühlt – und da habe ich mich zwischendurch gefragt, wann endlich wieder etwas Spannendes kommt.

Der Schreibstil ist sehr genau und bildhaft, aber manchmal auch ziemlich kompliziert. Manche Sätze sind lang und man muss sie zweimal lesen, um alles zu verstehen. Für mich war das stellenweise etwas anstrengend, auch wenn die Beschreibungen eigentlich schön sind.

Die Hauptfigur wirkt mutig und schlau, das hat mir gefallen. Bei den Nebenfiguren hätte ich mir mehr Infos gewünscht, weil sie noch nicht richtig greifbar sind. Da fehlt ein bisschen Persönlichkeit.

Insgesamt hat das Buch eine starke Idee und eine spannende Stimmung, aber es könnte ruhig schneller und actionreicher sein. Wer gerne fantasievolle Geschichten mag und Geduld beim Lesen hat, wird Spaß daran haben. Für Leserinnen und Leser, die viel Tempo und Action erwarten, könnte es zwischendurch etwas zäh werden.