Känguru

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conny89conny Avatar

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Ich hatte beim Lesen sofort wieder dieses vertraute Gefühl: als würde man alte Freunde treffen, die sich kein Stück verändert haben – zum Glück. Das Känguru ist noch genauso besserwisserisch, radikal, charmant und nervig wie eh und je, und genau das macht für mich den Reiz aus.

Die Känguru-Rebellion hat mich mehrfach laut lachen lassen – vor allem bei den schnellen Wortwechseln, die sich wie ein Pingpong-Match aus Ironie und Gesellschaftskritik anfühlen. Gleichzeitig hatte ich an ein paar Stellen dieses „Oha, das ist eigentlich gar nicht so lustig“-Gefühl, weil die überspitzten Szenarien der Realität manchmal näherkommen, als einem lieb ist.

Man merkt, dass Marc-Uwe Kling sein Universum inzwischen in- und auswendig kennt. Manche Gags sind selbstreferenziell, aber für mich funktioniert das eher wie ein Insiderwitz unter Stammlesern. Ich würde das Buch nicht als stärksten Band der Reihe bezeichnen – aber definitiv als einen, der mir wieder gezeigt hat, warum ich diese Mischung aus politischem Kabarett und völligem Unsinn so mag.