Die Welt brennt. Das Känguru kommentiert.
Ich glaube, man kann inzwischen sagen:
Das Känguru ist kein Charakter mehr. Das ist ein gesellschaftlicher Gemütszustand.
Auch in Die Känguru-Rebellion macht Marc-Uwe Kling wieder genau das, was er so absurd gut kann: völligen Quatsch erzählen und dabei unangenehm präzise die Gegenwart sezieren. Mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre es das Normalste der Welt, dass ein kommunistisches Känguru intelligenter ist als ein Großteil der Menschheit.
Und genau darin liegt für mich dieser besondere Humor.
Man lacht erst. Dann denkt man kurz nach. Dann lacht man wieder, obwohl es eigentlich ein bisschen weh tut.
Dieses Buch ist komplett überdreht, chaotisch, teilweise völlig bekloppt — und gleichzeitig steckt zwischen all dem Wahnsinn erstaunlich viel Wahrheit. Über Menschen. Über Medien. Über Politik. Über unsere völlig absurde Art, als Gesellschaft permanent gleichzeitig empört und erschöpft zu sein.
Ich liebe dabei vor allem diesen Ton.
Diese trockenen Dialoge. Die Nebensätze, die einfach in den Raum geworfen werden und einen Sekunden später komplett zerlegen. Dieses ständige Kippen zwischen intellektuellem Unsinn und brillantem Zynismus.
Das Känguru selbst bleibt natürlich maximal anstrengend. Besserwisserisch. Radikal. Moralisch hochgradig flexibel, solange es der eigenen Argumentation dient. Und trotzdem erwischt man sich dauernd dabei, wie man denkt: Leider hat dieses Beuteltier schon wieder recht.
Was ich diesmal besonders mochte: Hinter dem ganzen Wahnsinn liegt spürbar eine gewisse Müdigkeit gegenüber der Welt. Nicht resigniert, aber schärfer. Die Satire wirkt bissiger, manchmal fast wütend. Als würde das Buch selbst merken, dass die Realität inzwischen kaum noch aufzuholen ist.
Und trotzdem verliert es nie diese völlige Lust am Eskalieren.
An absurden Gedankengängen. An maximal unnötigen Diskussionen. An vollkommen sinnlosen Details, die plötzlich die wichtigste Sache der Welt werden.
Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, mit völlig übermüdeten Freunden nachts um halb drei in einer Küche zu sitzen und über den Zustand der Menschheit zu diskutieren — nur eben sehr viel lustiger.
Ein herrlich kluges Durcheinander aus Gesellschaftssatire, Chaos und trockenem Humor.
Und wahrscheinlich die einzige Buchreihe, bei der man gleichzeitig lachen, zustimmen und die Menschheit kurz hinterfragen möchte.
Das Känguru ist kein Charakter mehr. Das ist ein gesellschaftlicher Gemütszustand.
Auch in Die Känguru-Rebellion macht Marc-Uwe Kling wieder genau das, was er so absurd gut kann: völligen Quatsch erzählen und dabei unangenehm präzise die Gegenwart sezieren. Mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre es das Normalste der Welt, dass ein kommunistisches Känguru intelligenter ist als ein Großteil der Menschheit.
Und genau darin liegt für mich dieser besondere Humor.
Man lacht erst. Dann denkt man kurz nach. Dann lacht man wieder, obwohl es eigentlich ein bisschen weh tut.
Dieses Buch ist komplett überdreht, chaotisch, teilweise völlig bekloppt — und gleichzeitig steckt zwischen all dem Wahnsinn erstaunlich viel Wahrheit. Über Menschen. Über Medien. Über Politik. Über unsere völlig absurde Art, als Gesellschaft permanent gleichzeitig empört und erschöpft zu sein.
Ich liebe dabei vor allem diesen Ton.
Diese trockenen Dialoge. Die Nebensätze, die einfach in den Raum geworfen werden und einen Sekunden später komplett zerlegen. Dieses ständige Kippen zwischen intellektuellem Unsinn und brillantem Zynismus.
Das Känguru selbst bleibt natürlich maximal anstrengend. Besserwisserisch. Radikal. Moralisch hochgradig flexibel, solange es der eigenen Argumentation dient. Und trotzdem erwischt man sich dauernd dabei, wie man denkt: Leider hat dieses Beuteltier schon wieder recht.
Was ich diesmal besonders mochte: Hinter dem ganzen Wahnsinn liegt spürbar eine gewisse Müdigkeit gegenüber der Welt. Nicht resigniert, aber schärfer. Die Satire wirkt bissiger, manchmal fast wütend. Als würde das Buch selbst merken, dass die Realität inzwischen kaum noch aufzuholen ist.
Und trotzdem verliert es nie diese völlige Lust am Eskalieren.
An absurden Gedankengängen. An maximal unnötigen Diskussionen. An vollkommen sinnlosen Details, die plötzlich die wichtigste Sache der Welt werden.
Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, mit völlig übermüdeten Freunden nachts um halb drei in einer Küche zu sitzen und über den Zustand der Menschheit zu diskutieren — nur eben sehr viel lustiger.
Ein herrlich kluges Durcheinander aus Gesellschaftssatire, Chaos und trockenem Humor.
Und wahrscheinlich die einzige Buchreihe, bei der man gleichzeitig lachen, zustimmen und die Menschheit kurz hinterfragen möchte.