Känguru Nummer fünf
Wer rebelliert mit dem Känguru? Ich bin dabei! Ich bin seit Jahren großer Fan von den Känguru-Chroniken (auch wenn vielleicht nicht jedes Buch gleich überzeugend war) und freue mich deswegen über jede Fortsetzung. Wer die vorherigen Bände gelesen hat, weiß schon woran er ist: Bissige Kritik an der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage mit viel Humor in den Begebenheiten von Chronist Marc-Uwe Kling und dem Känguru erzählt. Es gibt wieder viel zu schmunzeln (schon mal die Sagenfiguren von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter mit den Parteien verglichen?), lustig zugeordnete Zitate und Fettnäpfchen, in die getreten wird. Das Buch hat eine angenehme Länge, die Kapitel sind wie meistens eher kurz, sodass auch das Lesen kurzweilig bleibt. Neu ist, dass auch das Känguru selbst ein paar Kapitel zum Buch beisteuern durfte. Etwas schade fand ich, dass der Pinguin kein Comeback hatte, aber man kann nicht alles haben. Wie immer gab es Kapitel, die ich besser fand - aber das ist, denk ich, ganz normal, dass man sich für manche Sachen einfach mehr interessiert als andere. Als Nicht-Berliner habe ich immer ein paar Probleme bei den langen Texten von Hertha, die in diesem Buch mit ihrem Podcast recht oft vorkommt, aber es bringt halt auch eine authentische Note rein. Also ich hatte auf jeden Fall wieder viel Spaß beim Lesen, das Buch ist momentan einfach auch schön aktuell, und es gibt viele witzige Ideen (die man beim Lesen am liebsten direkt den anderen Personen im Raum erzählt. Und trotz allem Humor werden eben auch Denkanstöße zu Politik und Weltgeschehen gegeben. Ich gebe dem Buch sehr gute vier Sterne und bin einem sechsten Teil der Känguru-Reihe sicher nicht abgeneigt.