Mein erstes Känguru

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lieblingslibri Avatar

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Ich muss da was gestehen. Ich habe – bis jetzt gerade – noch nie ein Buch von Marc-Uwe Kling gelesen. Kannte sein kommunistisches Känguru nur bruchstückhaft aus der Werbung, habe nie die Hörbücher gehorcht, nie in die Bücher hineingeschaut. Ohne die Vorgeschichte zu kennen, habe ich dann ‘Die Känguru-Rebellion’ angefangen. Witzig, absolut empfehlenswert, wusste ich von Freund:innen. Zu angepasst, zu real, hatte ich in Rezensionen gelesen. Und mein Fazit, als Nicht-Känguru-Kennerin? Ich war köstlich unterhalten, fand gerade die Bezüge auf die reale Politik gut und wichtig. Hab mir stellenweise gedacht, uiui, da lehnt sich der Autor aber weit aus dem Fenster, wenn er die CDU kritisiert, nicht, weil es nicht absolut gerechtfertigt wäre, sondern einfach wegen CDU und Kritik, wie die eine auf die andere oftmals reagiert. Als linksgrünversiffte Person in Deutschland fühlt man sich ja manchmal ein bisschen traurig, ein bisschen hoffnungslos, und da ist ein (Hör-)Buch wie dieses Gold wert. Weil es die Probleme der Weltpolitik anreißt (aber nicht vollumfänglich abbildet, da muss ich den Onlinerezensionen schon zustimmen) und es zugleich fertig bringt, einen darüber zum Lachen zu bringen. Und das schafft politische Satire bei mir in letzter Zeit nur selten, nicht weil die Satiriker:innen schlecht geworden sind, sondern weil die Weltlage gerade so schlimm ist. Also danke Kling, danke Känguru, für diese Geschichten!