Politischer als seine Vorgänger
Marc-Uwe Klings "Die Känguru-Rebellion" knüpft nahtlos an die Reihe rund um den Kleinkünstler und sein kommunistisches Känguru an, schlägt jedoch inhaltlich einen spürbar politischeren Ton an. Während in den früheren Bänden das Känguru als anarchischer Querdenker die Gesellschaft aufmischte, ziehen diesmal mehrere Figuren gemeinsam an einem Strang, um Missstände offenzulegen. Dadurch wird das Buch stärker zu einer gesellschaftskritischen Satire, die aktuelle Themen wie Kapitalismus, Rechtsruck oder Soziale Medien aufs Korn nimmt. Der typische Wortwitz und die pointierte Situationskomik bleiben dennoch erhalten. Beim Lesen sorgen Wortwitze und Selbstironie für regelmäßiges Kichern und Lachen. „Die Känguru-Rebellion“ ist ein würdiger Nachfolger, der die Reihe erwachsener, aber nicht weniger unterhaltsam fortführt.