Reicht nicht ganz an die Vorgänger heran...

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melb2508 Avatar

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Das Känguru ist zurück! Ich habe mich sehr gefreut und natürlich musste ich unbedingt das neue Buch lesen.
Zum Plot will ich gar nicht viel schreiben - gewohnte WG-Situation mit Kleinkünstler und Känguru und die beliebten Nebenfiguren wie vor allem Herta kommen glücklicherweise auch wieder zu Wort.
Was mich am neuesten Känguru ein bisschen gestört hat, waren die vielen Stellen, in denen "den Gläubigen gepredigt wird" (abgewandeltes Zitat aus dem Buch). Damit meine ich, dass SEHR VIEL über Politik vorkommt und einige typische Personen und Parteien im Fokus stehen, wie Trump, Merz, Spahn, AFD und CDU. Typisch deswegen, weil klar ist, wie der Autor (und damit seine Figuren) politisch eingestellt sind. Auch klar ist, dass einige Parteien und Politiker (es sind ausschließlich Männer) ständig, wirklich ständig, kritisiert werden, wohingegen andere Parteien gar nicht erwähnt werden. Mich hat das teilweise dann einfach ermüdet, dass schon wieder über die gleichen Parteien oder Personen geschimpft wurde - und diese Stellen waren auch absolut nicht (mehr) lustig, leider.
Warum ich trotzdem 4 Sterne gebe, liegt an den Highlights der Reihe und des Buches. Marc-Uwe und das Känguru sind wirklich ein sehr amüsantes Duo. Es gibt im aktuellen Band erstmalig auch Kapitel, die das Känguru "geschrieben" hat, und die sehr, sehr lustig sind. Einige Ideen wie das Hand-Schnick-Schnack-Schnuck sind einfach nur genial lustig. Hertas "Pottkast" ist eindeutig ein Highlight als Idee (wenn auch einige "Folgen" leider die Kritik, die ich vorher geäußert habe, untermauern). Und an einer Stelle - ich sage nur Tigermücke - musste ich wirklich sehr laut lachen. Daher gibt es von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass, sollten weitere Bände folgen, der Fokus vielleicht wieder ein bisschen mehr auf den Humor und ein bisschen weniger auf die Politikkritik gelegt wird.