Achtsamkeit auf vier Pfoten

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anja2703 Avatar

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Schon der Einstieg in Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte vermittelt eine wohltuend ruhige, entschleunigende Atmosphäre. Die Ausgangslage, dass ein Mönch, der nach einem hektischen Leben in Seoul in die Stille eines Bergklosters zieht und dort im tiefsten Winter einer eigensinnigen Straßenkatze begegnet, hat mich angesprochen. Aus einer zunächst pragmatischen Hilfe entsteht offenbar eine besondere Verbindung, die nicht nur das Leben der Katze verändert, sondern auch den Mönch auf neue Weise auf sein eigenes Leben schauen lässt.
Besonders schön finde ich den Gedanken, dass die Katze nicht bloß Begleiterin ist, sondern zur Lehrmeisterin wird. Sie steht für Geduld, Gegenwärtigkeit und genaues Beobachten. Das wirkt nicht belehrend, sondern verspricht vielmehr sanfte Impulse, die sich aus kleinen Alltagssituationen und der Beziehung zwischen Mensch und Tier ergeben. Die Verbindung aus buddhistischer Lebenskunst, Natur, Stille und einer Katze als eigenwilliger Hauptfigur klingt für mich sehr tröstlich und warmherzig.
Die Leseprobe macht neugierig auf ein Buch, das vermutlich weniger von einer großen, dramatischen Handlung lebt als von seinen stillen Momenten. Gerade für Leser:innen, die Katzen mögen und sich eine achtsame, philosophische Lektüre für zwischendurch wünschen, könnte es eine sehr schöne Begleitung sein. Ich würde gerne weiterlesen, um mitzuerleben, wie diese ungewöhnliche Freundschaft wächst und welche kleinen, aber vielleicht wichtigen Erkenntnisse der Mönch durch die Katze gewinnt.