Beruhigend

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yvonnesonne Avatar

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Allein der Titel und das Cover haben mich direkt angesprochen und nach der Leseprobe weiß ich ziemlich sicher, dass das eines dieser Bücher sein könnte, die man nicht einfach schnell durchliest, sondern bei denen man zwischendurch immer wieder hängen bleibt und über einzelne Gedanken nachdenkt.

Besonders schön finde ich die Idee, dass ausgerechnet eine Katze einem buddhistischen Mönch noch etwas über das Leben beibringt. Die beiden Lektionen „Beobachten und Warten“ klingen zunächst unglaublich simpel, aber je mehr Bokyeong Sunim darüber erzählt, desto mehr merkt man, wie viel eigentlich dahintersteckt. Gerade in einem Alltag, in dem ständig irgendetwas passiert und man immer mit dem nächsten beschäftigt ist, fand ich den Gedanken sehr schön, einfach einmal still zu beobachten und Dinge geschehen zu lassen.

Gleichzeitig mochte ich, dass das Buch nicht wie ein klassischer Ratgeber wirkt. Der Autor erzählt sehr persönlich, schweift immer wieder ab, erinnert sich an Bücher, seine Kindheit und frühere Begegnungen mit Tieren und kommt darüber zu seinen Gedanken über das Leben. Gerade die Erinnerungen an die Katzen seiner Kindheit fand ich teilweise ziemlich traurig.

Und natürlich möchte ich Nyangi jetzt richtig kennenlernen. In der Leseprobe wird schon so liebevoll über sie gesprochen, dass man sofort merkt, wie sehr diese eigentlich zufällige Begegnung das Leben des Autors verändert hat.

Ich glaube, dass mich hier eine sehr ruhige, warmherzige Geschichte erwartet, aus der man ganz nebenbei auch einiges für sich selbst mitnehmen kann. Genau darauf hätte ich gerade große Lust.