Ein poetischer, tiefgründiger und herzerwärmender Ruhepol!
Die Leseprobe entführt uns in die Abgeschiedenheit des koreanischen Songgwangsa-Tempels. Der Mönch Bokyeong Sunim schildert hier die berührende, ungeplante Begegnung mit der streunenden Tempelkatze Nyangi. Durch die Augen der Samtpfote lernt er die essenziellen buddhistischen Tugenden neu, das stille Beobachten und die Kunst des Wartens. Die Verknüpfung von persönlichen Kindheitserinnerungen auf dem Bauernhof, literarischen Bezügen (wie Haruki Murakami und Jean Grenier) und der sanften Tempelatmosphäre erzeugt eine ganz besondere, meditative Tiefe. Der Erzählton ist wunderschön unaufgeregt, poetisch und voller Demut gegenüber dem Leben. Unterstützt durch charmante Skizzen im Innenteil, entfaltet der Text sofort eine entschleunigende Wirkung. Das Buch ist kein typischer Ratgeber, sondern eine Einladung zum Innehalten in einer hektischen Welt. Ein absolut bezauberndes und tiefgründiges Lese-Highlight für Tierliebhaber und alle, die Sehnsucht nach innerer Ruhe haben. Ich möchte Nyangis und Bokyeong Sunims gemeinsamen Weg unbedingt weiterverfolgen!