Eine Katze als stille Lehrmeisterin

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toni.silver Avatar

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Der Titel hat mich direkt neugierig gemacht, denn die Vorstellung, dass ausgerechnet eine Katze einem Mönch etwas über das Leben beibringt, fand ich ungewöhnlich und sympathisch. Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass Nyangi hier weit mehr als nur eine tierische Begleiterin ist. Durch das Zusammenleben mit ihr beginnt Bokyeong Sunim, alltägliche Situationen bewusster wahrzunehmen und über deren Bedeutung nachzudenken.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus persönlichen Erinnerungen, dem Leben im koreanischen Tempel und kleinen philosophischen Gedanken. Die Geschichte erzählt sehr ruhig und nimmt sich Zeit, wodurch man beim Lesen automatisch etwas entschleunigt. Gleichzeitig sorgen Nyangi und die liebevollen Illustrationen dafür, dass das Ganze leicht und herzlich bleibt.

Die Leseprobe macht den Eindruck eines Buches, das man wunderbar zwischendurch lesen und trotzdem noch länger im Kopf behalten kann. Ich möchte auf jeden Fall erfahren, welche weiteren Begegnungen die beiden miteinander erleben und welche Erkenntnisse Nyangi ihrem menschlichen Begleiter noch beschert.