Lebensweisheit auf Samtpfoten
Die Leseprobe deutet ein ruhiges, autobiografisch-philosophisches Buch über die Freundschaft zwischen einem Mönch und einer Katze an. Katze Nyangis kleine alltägliche Gesten werden zum Ausgangspunkt für Gedanken über Achtsamkeit, Vergänglichkeit, Geduld, Mitgefühl und darüber, was im Leben wirklich wesentlich ist. Der liebevoll illustrierte Lageplan zu Beginn zeigt außerdem die wichtigsten Orte ihres gemeinsamen Lebens im Tempel - vom Pagodenhof über den Ruheplatz am Felsen bis zum „Weg des Nichts-Besitzens“. Alles in allem scheint es eine leise, warmherzige Begegnung von Zen-Buddhismus und Katzenweisheit mit viel Raum zum Nachdenken zu sein. Das Cover wirkt farblich zugleich sanft und ein wenig meditativ. Die Katze auf dem Tempeldach ist dabei sofort ein Blickfang. Besonders schön finde ich, dass die Gestaltung eine asiatische Atmosphäre vermittelt, ohne überladen zu wirken. Inhalt und Aufmachung wirken hier insgesamt sehr harmonisch.