Zwischen Einkehr und akademischer Distanz
Schon beim ersten Blick sprechen Cover, Titel und der Klappentext das Herz an: Die Geschichte einer tiefen Verbindung zwischen einem buddhistischen Mönch und einer Katze verspricht Wärme, emotionale Tiefe und Entschleunigung im Alltag.
Die ersten Seiten stimmen visuell und stimmungsvoll auf das Setting ein. Die Skizzen des Tempelareals, der Lagerströmienbaum und der metaphorische „Weg des Nichts-Besitzens“ erzeugen eine ruhige, beinahe magische Atmosphäre. Doch sobald das Vorwort und die erste Geschichte beginnen, verändert sich der Ton spürbar.
Die Sprache wirkt stellenweise etwas gestelzt und durch die zahlreichen koreanischen Begriffe nicht sofort flüssig lesbar. Statt der erwarteten, nahbaren Erzählung über den Alltag mit der Tempelkatze Nyangi wählt der Autor einen sehr intellektuellen Zugang. Die vielen Querverweise auf die Weltliteratur – von Saint-Exupérys Kleinem Prinzen über Jean Grenier bis hin zu Albert Camus und andere verstorbene Autoren – wirken in der Leseprobe fast erdrückend.
Der Untertitel der ersten Geschichte („Wir tragen alle eine Insel im Herzen“) lässt ahnen, dass vieles in diesem Buch metaphorisch zwischen den Zeilen gelesen und verdaut werden muss.
Die Leseprobe hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.
Die Illustrationen sind zweifellos wunderschön gestaltet und ein optisches Highlight, aber sie können nicht darüber hinwegtrösten, dass der Einstieg in den Text eher anstrengend als entschleunigend auf mich wirkt.
Wer eine leichte, berührende Katzengeschichte sucht, könnte hier enttäuscht werden.
Für Leser, die Freude an philosophischen Exkursen und ruhiger Selbstreflexion haben, mag das Buch hingegen ein Gewinn sein. Daher will ich ihm eine Chance geben.
Die ersten Seiten stimmen visuell und stimmungsvoll auf das Setting ein. Die Skizzen des Tempelareals, der Lagerströmienbaum und der metaphorische „Weg des Nichts-Besitzens“ erzeugen eine ruhige, beinahe magische Atmosphäre. Doch sobald das Vorwort und die erste Geschichte beginnen, verändert sich der Ton spürbar.
Die Sprache wirkt stellenweise etwas gestelzt und durch die zahlreichen koreanischen Begriffe nicht sofort flüssig lesbar. Statt der erwarteten, nahbaren Erzählung über den Alltag mit der Tempelkatze Nyangi wählt der Autor einen sehr intellektuellen Zugang. Die vielen Querverweise auf die Weltliteratur – von Saint-Exupérys Kleinem Prinzen über Jean Grenier bis hin zu Albert Camus und andere verstorbene Autoren – wirken in der Leseprobe fast erdrückend.
Der Untertitel der ersten Geschichte („Wir tragen alle eine Insel im Herzen“) lässt ahnen, dass vieles in diesem Buch metaphorisch zwischen den Zeilen gelesen und verdaut werden muss.
Die Leseprobe hinterlässt bei mir gemischte Gefühle.
Die Illustrationen sind zweifellos wunderschön gestaltet und ein optisches Highlight, aber sie können nicht darüber hinwegtrösten, dass der Einstieg in den Text eher anstrengend als entschleunigend auf mich wirkt.
Wer eine leichte, berührende Katzengeschichte sucht, könnte hier enttäuscht werden.
Für Leser, die Freude an philosophischen Exkursen und ruhiger Selbstreflexion haben, mag das Buch hingegen ein Gewinn sein. Daher will ich ihm eine Chance geben.