Eine leise Begegnung

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hannelori Avatar

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Was für ein schöner und ungewöhnlicher Weg, sich mit den kleinen Dingen des Lebens auseinanderzusetzen! Als eine eigensinnige Straßenkatze im eisigen Winter vor dem Bergkloster des Mönchs Bokyeong auftaucht, ahnt er zunächst nicht, wie sehr dieser unerwartete Gast seinen Alltag verändern wird. Aus etwas Futter und einem warmen Unterschlupf entsteht nach und nach eine tiefe Verbindung.

Besonders gefallen hat mir, wie die Katze nicht einfach nur ein niedliches Tier in der Geschichte ist, sondern tatsächlich zur Lehrmeisterin des Mönchs wird. Durch ihr Verhalten bringt sie ihn dazu, genauer hinzusehen, geduldiger zu werden und den Augenblick bewusster wahrzunehmen. Die Verbindung aus buddhistischer Philosophie, persönlichen Gedanken und kleinen Beobachtungen aus dem gemeinsamen Alltag wirkt dabei sehr stimmig.

Allerdings ist das Buch stellenweise sehr ruhig und nachdenklich, sodass man sich wirklich auf dieses langsame Erzähltempo einlassen muss. Für mich hätte es zwischendurch etwas abwechslungsreicher sein dürfen. Trotzdem ist es eine wunderschöne, entschleunigende Lektüre, die zum Innehalten und Nachdenken einlädt. Besonders für Katzenliebhaber und alle, die eine kleine Auszeit für die Seele suchen.