Kater Nyangi rettet das Buch

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thirteentwoseven Avatar

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Das Buch "Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte" von Bokyeong Sunim hat leider meine Erwartungen nicht richtig erfüllt. Wer sich ein bisschen mit Katzen und dem Leben auskennt, wird in dem Buch leider nicht viel Neues erfahren.
Im Mittelpunkt steht ein alleinlebender Mensch, hier der buddhistische Mönch Bokyeong, der sich einer streunenden Katze annimmt und damit einen Freund füs Leben gewinnt und sein Herz und seinen Geist für das Gegenüber öffnet.

Trotz einiger Längen und Belanglosigkeiten war das Buch ganz unterhaltsam und enthält einige wertvolle Gedanken. Wer Katzen mag, schließt auch den Klosterkater und eigentlichen Helden des Buches, Nyangi, in sein Herz. Man kann sogar sagen: "Nyangi hat das Buch durch seine Anwesenheit gerettet". Ohne ihn wäre es ohne Pfiff.
Bei der Beurteilung des Buches ist auch zu berücksichtigen, dass hier kein Schriftsteller am Werke ist, sondern der Mönch Bokyeong seine Erlebnisse und Gedanken niederschreibt. Es gibt keinen kalkulierten Spannungsbogen, sondern Einsicht in ein ruhiges, der Meditation gewidmetes Leben, was durch die Begegnung mit Nyangi einen unerwarteten Höhepunkt erfährt.

Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet ist. Es enthält kleine Zeichnungen von Mönch, Nyangi sowie dem Kloster und seiner Umgebung. Am Ende des Buches sind außerdem Fotografien von Nyangi.

Randbemerkungen
Ein amerikanisches Sprichwort ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: "Wer weiß, wie er mit einer streuenden Katze Freundschaft schließt, der wird immer Glück im Leben haben" (Seite 45). Auch das Verständnis von Tieren als gleichwertigen Lebewesen, welches das Buch vermittelt, ist positiv hervorzuheben.

Kurios und erstaunlich fand ich dagegen manche Details, wie z. B. dass selbst in einem abgeschiedenen Bergkloster Plastiktüten rumliegen oder dass der Mönch modernste Technik nutzt, um sich zu über Katzen zu informieren oder Katzenfutter zu bestellen.

Alles in allem ist dieses Buch kein "must have", aber es ist allemal besser und authentischer als verkitschige Nullachtfünfzig-Romane. Von mir gibt es für diese Geschichte einer unverhofft Annäherung und seinen Titelhelden Nyangi, 3 Sterne.

Empfehlung für Katzenfreunde und Menschen ab vom Mainstream.