Philosophische Katzenliebe
„Nur weil man sich dauernd Gedanken macht, folgt daraus nicht zwangsläufig eine gute Erkenntnis.“
Wie reagiert man auf eine Katze, die sich offenbar spontan dazu entschließt, nun das Leben mit einem zu teilen? Bokyeong Sunim hat nicht nur darauf eine Antwort, sondern geht auch zahlreichen weiteren Fragen nach, wobei es scheinbar mal um Nyangi, wie er seinen neuen Freund nennt, geht, dann aber auch wieder um das Leben in seiner Gesamtheit. Am Ende zeigt sich: Alles gehört auf seine Weise zusammen.
Der buddhistische Mönch berichtet in diesem bereits optisch sehr ansprechenden Buch über die vorsichtige Annäherung zweier einsamer Individuen, wobei die besagte Einsamkeit hier nicht als etwas Negatives präsentiert wird.
„Nyangi, lass uns lange, lange zusammenleben!“
Über Nyangis Vorgeschichte ist kaum etwas bis gar nichts bekannt, doch fest steht, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine tiefe Verbindung zwischen den beiden entwickelt. Sunims Gedanken waren mir mitunter sehr fremd und ich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen regelrecht befremdet war, etwa, wenn es um eine sehr brutale (und ganz und gar nicht katzenfreundliche) Geschichte geht, die sich in seiner Kultur erzählt wird, oder auch bei einigen aus meiner Sicht widersprüchlichen Ansichten zum Zusammenleben mit Katzen.
Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr interessant, kurzweilig, unterhaltsam und ein bisschen emotional – dass der Mönch versucht, auch diesbezüglich Maß zu halten, fiel mir immer wieder auf, aber die tiefen Gefühle zu Nyangi spürte ich trotzdem. Als Katzenmensch entsteht bereits durch diesen einen Aspekt ebenfalls eine Verbindung, so dass ich am Ende vor allem den Wunsch im Kopf hatte, dass die beiden noch eine lange und erfüllte Zeit miteinander verbringen können.
„Ihr Zauber liegt fast vollständig in den Augen.“
Die Philosophie kommt jedoch auch nicht zu kurz, wobei Sunim sich hier nicht auf bestimmte Themen oder Aspekte beschränkt, sondern eher – vermeintlich – beiläufig einstreut, was ihm einfällt. Dadurch wirkt der Text ein bisschen wie ein Tagebuch; er ist sehr privat, mitunter auch zerstreut, aber gerade dadurch irgendwie auch nahbar. Ich flog nur so durch die Seiten und hatte den Eindruck, einige meiner Gedanken über das Leben, die Katzen und das Leben mit Katzen neu sortiert zu haben, auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme, was er schreibt.
„Genau wie es im Auge eines Taifuns ruhig ist, so legt sich die Aufregung, wenn man in den Kern eines Problems eintaucht. Nicht das Problem selbst ist heiß oder kalt – nur unser besorgtes Herz. Wenn wir selbst zur Sonne oder zum Mond werden, liegt das Licht bereits in uns.“
Gerade in einem für mich sehr schwierigen Jahr, auch in Bezug auf meine eigenen Katzen, war „Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ wirklich Balsam für die Seele. Wer auf der Suche nach einem ruhigen, unaufgeregten Buch ist, das eine Liebeserklärung an Katzen mit einer Erkundung der menschlichen Natur verbindet, ist hier genau richtig.
Wie reagiert man auf eine Katze, die sich offenbar spontan dazu entschließt, nun das Leben mit einem zu teilen? Bokyeong Sunim hat nicht nur darauf eine Antwort, sondern geht auch zahlreichen weiteren Fragen nach, wobei es scheinbar mal um Nyangi, wie er seinen neuen Freund nennt, geht, dann aber auch wieder um das Leben in seiner Gesamtheit. Am Ende zeigt sich: Alles gehört auf seine Weise zusammen.
Der buddhistische Mönch berichtet in diesem bereits optisch sehr ansprechenden Buch über die vorsichtige Annäherung zweier einsamer Individuen, wobei die besagte Einsamkeit hier nicht als etwas Negatives präsentiert wird.
„Nyangi, lass uns lange, lange zusammenleben!“
Über Nyangis Vorgeschichte ist kaum etwas bis gar nichts bekannt, doch fest steht, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine tiefe Verbindung zwischen den beiden entwickelt. Sunims Gedanken waren mir mitunter sehr fremd und ich muss zugeben, dass ich an einigen Stellen regelrecht befremdet war, etwa, wenn es um eine sehr brutale (und ganz und gar nicht katzenfreundliche) Geschichte geht, die sich in seiner Kultur erzählt wird, oder auch bei einigen aus meiner Sicht widersprüchlichen Ansichten zum Zusammenleben mit Katzen.
Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr interessant, kurzweilig, unterhaltsam und ein bisschen emotional – dass der Mönch versucht, auch diesbezüglich Maß zu halten, fiel mir immer wieder auf, aber die tiefen Gefühle zu Nyangi spürte ich trotzdem. Als Katzenmensch entsteht bereits durch diesen einen Aspekt ebenfalls eine Verbindung, so dass ich am Ende vor allem den Wunsch im Kopf hatte, dass die beiden noch eine lange und erfüllte Zeit miteinander verbringen können.
„Ihr Zauber liegt fast vollständig in den Augen.“
Die Philosophie kommt jedoch auch nicht zu kurz, wobei Sunim sich hier nicht auf bestimmte Themen oder Aspekte beschränkt, sondern eher – vermeintlich – beiläufig einstreut, was ihm einfällt. Dadurch wirkt der Text ein bisschen wie ein Tagebuch; er ist sehr privat, mitunter auch zerstreut, aber gerade dadurch irgendwie auch nahbar. Ich flog nur so durch die Seiten und hatte den Eindruck, einige meiner Gedanken über das Leben, die Katzen und das Leben mit Katzen neu sortiert zu haben, auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme, was er schreibt.
„Genau wie es im Auge eines Taifuns ruhig ist, so legt sich die Aufregung, wenn man in den Kern eines Problems eintaucht. Nicht das Problem selbst ist heiß oder kalt – nur unser besorgtes Herz. Wenn wir selbst zur Sonne oder zum Mond werden, liegt das Licht bereits in uns.“
Gerade in einem für mich sehr schwierigen Jahr, auch in Bezug auf meine eigenen Katzen, war „Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ wirklich Balsam für die Seele. Wer auf der Suche nach einem ruhigen, unaufgeregten Buch ist, das eine Liebeserklärung an Katzen mit einer Erkundung der menschlichen Natur verbindet, ist hier genau richtig.