Weniger Lehre als erwartet, aber die Beziehung macht es wett

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proteincookie Avatar

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Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte ist eine sehr süße Geschichte zwischen dem Mönch Bokyeong Sunim und der Katze Nyangi, die ihm an einem Wintertag im Kloster zuläuft.

Das Cover und die Aufmachung des Buches passen exzellent zu der präsentierten Geschichte. Sie strahlen eine gewisse Wärme aus, die den Ton des Textes genau trifft.

Die Verbindung zwischen dem Leben mit einer Katze deren Eigenarten und den buddhistischen Leeren empfinde ich als sehr erfrischend. Die Beziehung zwischen den Beiden stellt dabei klar den Mittelpunkt dar und auch das Highlight des Buches.

Leider gehen dabei hin und wieder die eigentlichen Weisheiten verloren. Manch einem Leser mag es gefallen, dass man diese zwischen den Zeilen suchen muss, ich empfand es teilweise einfach zu weit weg von der Thematik und zu sehr als reine Beschreibung des Alltags. Das liest sich leicht und flüssig und man bekommt direkt ein warmes Gefühl (und möchte direkt eine Katze adoptieren), aber doch deckt es dann nur einen Inhalt des Buches ab.

Zudem wird der Textfluss hin und wieder dadurch gestört, dass ein neuer Aspekt sehr sprunghaft etabliert und, ohne dass der vorherige zu Ende geführt wurde. Ein roter Faden ist nicht genau erkennbar.

Vermutlich liegt dies auch an der chronologischen Erzählung, die eher den Alltag der beiden beschreibt und der Rest eher „zwischengeschoben“ wirkt.

Alles in allem würde ich das Buch jemanden empfehlen, der hauptsächlich eine Geschichte einer Beziehung zwischen Mensch und Tier lesen will und weniger Wert auf große „Aha“-Effekte legt. Wer das Buch hauptsächlich wegen dem Interesse an buddhistischen Lehren lesen will, sollte sich eventuell bei anderen Büchern umschauen. 

Alles in allem ist „Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ ein sehr schönes, seichtes Buch für einen entspannten Leseabend mit gutem Gefühl.