Zen-Meister auf vier Pfoten

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kokoloreslot Avatar

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In „Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ berichtet Bokyeong Sunim, ein buddhistischer Mönch aus Südkorea, von seinem Leben im Beopryeonsa-Tempel in Seoul. Dort verbringt er seine Tage allein mit Wanderungen in den Bergen, lesend und schreibend im Bergkloster. Ein ausgehungerter Straßenkater vor seiner Tür erweicht sein Herz. Er beginnt, ihn zu füttern, und nimmt ihn bei sich auf. Schon bald verliebt er sich in dessen unaufdringlichen Charakter und versucht, sein Wesen zu ergründen.

Jeder, der Katzen näher kennt, wird seine Erfahrungen und Interpretationen sicher nickend bestätigen: Diese stille Glückseligkeit, wenn man dem Tier beim Schlafen zuschaut. Sunim beschreibt es sogar als „ein Hinsehen auf das Licht des eigenen Herzens“.

„Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ ist unaufgeregt geschrieben, sodass ich dabei gut entspannen konnte. Die Ruhe und Gelassenheit wird nicht nur gepredigt – man spürt sie auch. Sunim erzählt von Liebe und Mitgefühl, von der Kunst des Schweigens, der Abgeschiedenheit, der Unabhängigkeit und der stillen Vertrautheit zwischen ihm und dem Kater. Man merkt, wie sich seine Denkweise verändert hat, nachdem er zuvor keine Erfahrungen mit Haustieren oder gar Katzen hatte. Diese Entwicklung berührt und zeigt die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier. Ich konnte danach auch unsere Katze mit einem neuen Blick betrachten: aufmerksamer, liebevoller und neugieriger.
Sehr schön ist die Aufmachung des Buches, in der sich auch Illustrationen und Fotos finden.

Ich schätze, dass dieses Buch vor allem Katzenfans gefallen wird, die dabei noch ein paar Einsichten in die spirituelle Praxis erhalten. Ich hatte zwar mehr Tiefe erwartet, aber mir hat „Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte“ trotzdem gut gefallen.