Tödlicher Beginn
Die ersten Seiten beginnen sehr "blutig". Ein Problem in der Mafiaszene ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.
Die Tochter eines Mafiapaten ist allerdings noch rechtzeitig gekommen, um ihren Vater zu retten.
Dieser hat ihr eine Telefonnummer gegeben, die sie bei Problemen anrufen soll.
Das Cover von "Die Kurve" von Dirk Schmidt erinnert sofort an die typischen Buden, die es im Ruhrgebiet zu finden gab. Die hier gezeigte sieht allerdings etwas futuristischer aus. Wer schon mal im Ruhrgebiet war oder wie ich dort eine Zeit gelebt hat, weiß wie sie aussehen.
Im Mittelpunkt des Thrillers steht Carl, der früher ein Jugendzentrum namens „Die Kurve“ leitete. Heute betreibt er ein Netzwerk aus ehemaligen Jugendlichen, die nun für ihn kriminelle Aufträge übernehmen. In diesem Buch geht es um zwei besonders brisante Fälle: Ein sterbenskranker Alt-Mafioso möchte seine letzten Angelegenheiten regeln, während ein amerikanischer Tycoon den Mord an seiner Tochter aufklären lassen will.
Der Einstieg in die Story fällt nicht ganz leicht, da die vielen Perspektivwechsel und Charaktere anfangs etwas verwirrend sind. Wenn diese Hürde allerdings geschafft ist, wird einiges klarer.
Allerdings gibt es einige brutale Passagen, die nichts für zartbesaitete Leserinnen und Leser sind. Dennoch passen sie gut in die Handlung und verstärken die düstere Atmosphäre des Romans.
Das Buch ist sicherlich kein klassischer Pageturner, überzeugt aber mit einer intelligenten, tiefgründigen Handlung und einem packenden Finale.