Aufbruch jenseits der Lebensmitte
In Die Liebe, später erzählt Gisa Klönne von einem Aufbruch, der leise existenziell ist. Die Protagonistin Kora steht nach einer überstandenen Herzoperation vor einem Wendepunkt: Ihr Körper hat sie an ihre Endlichkeit erinnert, und plötzlich ist nichts mehr selbstverständlich – weder sie selbst noch ihre Ehe.
Kora beginnt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Die langjährige Beziehung zu ihrem Mann muss neu ausgehandelt werden, Rollen und Gewissheiten geraten ins Wanken. Klönne beschreibt sensibel, wie schwer es ist, das Gewohnte und Vertraute zu verlassen, selbst wenn man spürt, dass es nicht mehr trägt. Der Roman zeigt, dass ein Aufbruch im Alter kein Neuanfang im romantischen Sinne ist, sondern ein mutiger, oft schmerzhafter Prozess der Ehrlichkeit – sich selbst und anderen gegenüber.
Klönne schreibt klar und ruhig, zugleich aber spannungsvoll. Immer wieder greift sie auf Elemente aus der Kriminalliteratur zurück: Andeutungen, unausgesprochene Geheimnisse und innere Spannungen treiben den Text voran. Schon der erste Satz – „Warum lügst du deinen Mann an?“ – zieht die Leserinnen und Leser unmittelbar in die Geschichte hinein und setzt den Ton für das, was folgt. Die Liebe, später ist ein kluger Roman über Veränderung, über Mut und über die Frage, ob es jemals zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, obwohl die dargestellte Person sehr viel jünger scheint als die Protagonistin.
Kora beginnt, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Die langjährige Beziehung zu ihrem Mann muss neu ausgehandelt werden, Rollen und Gewissheiten geraten ins Wanken. Klönne beschreibt sensibel, wie schwer es ist, das Gewohnte und Vertraute zu verlassen, selbst wenn man spürt, dass es nicht mehr trägt. Der Roman zeigt, dass ein Aufbruch im Alter kein Neuanfang im romantischen Sinne ist, sondern ein mutiger, oft schmerzhafter Prozess der Ehrlichkeit – sich selbst und anderen gegenüber.
Klönne schreibt klar und ruhig, zugleich aber spannungsvoll. Immer wieder greift sie auf Elemente aus der Kriminalliteratur zurück: Andeutungen, unausgesprochene Geheimnisse und innere Spannungen treiben den Text voran. Schon der erste Satz – „Warum lügst du deinen Mann an?“ – zieht die Leserinnen und Leser unmittelbar in die Geschichte hinein und setzt den Ton für das, was folgt. Die Liebe, später ist ein kluger Roman über Veränderung, über Mut und über die Frage, ob es jemals zu spät ist, das eigene Leben neu zu denken.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, obwohl die dargestellte Person sehr viel jünger scheint als die Protagonistin.