Leise Fliehkräfte

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wortteufel Avatar

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Gisa Klönne erzählt ruhig, präzise und mit großer innerer Spannung. Die Liebe, später kreist um eine Frau, die nach Krankheit und Lebensbruch scheinbar Vertrautes bewohnt – und doch längst innerlich unterwegs ist. Der Ton ist zurückgenommen, fast tastend, die Beobachtungen fein und scharf zugleich. Besonders stark ist das Wechselspiel aus Nähe und Distanz: Ehe, Erinnerung, Begehren, Pflicht – alles liegt offen da, ohne je laut zu werden. Die Sprache vertraut auf Zwischentöne, auf das Ungesagte, auf das, was sich langsam verschiebt. Ein Roman über das Weiterleben nach dem Einschnitt – klug, melancholisch und sehr erwachsen