Zwischen Nähe und Aufbruch

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Die Leseprobe von Die Liebe, später entfaltet von Beginn an eine ruhige, dichte Atmosphäre, die stark von inneren Bewegungen und leisen Spannungen lebt. Gisa Klönne erzählt mit großer Feinfühligkeit von Nähe, Verlustangst und der Frage, wie viel Veränderung ein vertrautes Leben aushält. Die Figur der Kora wirkt vielschichtig und glaubwürdig: zwischen Dankbarkeit für das Überlebte, Sehnsucht nach früherer Unabhängigkeit und der leisen Unruhe, die sie zum Aufbruch treibt. Der Ton ist nachdenklich, warm und zugleich von einer latenten Bedrohung durchzogen, sodass sich bereits früh abzeichnet, dass Vergangenes und Ungesagtes eine zentrale Rolle spielen werden. Die Leseprobe macht neugierig auf die weitere Entwicklung und verspricht einen psychologisch fein gearbeiteten Roman über Liebe, Identität und das Weiterleben nach einem Einschnitt.