Aufräumen

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pajo47 Avatar

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Kora und Anselm leben in Köln. Nach zwanzig Jahren Wochenendehe – Anselm arbeitete unter der Woche in Berlin – stehen sie nun vor einer neuen Herausforderung: dem Ruhestand. Plötzlich sind beide ständig zu Hause, und das Zusammenleben muss neu ausgehandelt werden. Für Kora kommt erschwerend hinzu, dass sie sich nach einer schweren Herzoperation erst wieder ins Leben zurückfinden muss.

Während sie selbst nach Ruhe und Orientierung sucht, stürzt sich Anselm voller Tatendrang in große Umbaupläne rund ums Haus, inklusive der Anlage eines Schwimmteichs – sehr zu Koras Missfallen. Um Abstand zu gewinnen und sich über ihr Leben klarzuwerden, verlässt Kora ihr gewohntes Umfeld. Sie reist nach München und Berlin und trifft dort Menschen wieder, die in früheren Lebensphasen eine wichtige Rolle gespielt haben.

Was nach ihrer Rückkehr nach Köln geschieht, führt die inneren und äußeren Konflikte des Romans konsequent weiter – mehr sei dazu nicht verraten.

Im Mittelpunkt steht kein dramatischer Höhepunkt, sondern ein Prozess des inneren Aufräumens: das Ordnen eines vergangenen Lebens, von Beziehungen, Entscheidungen und Selbstbildern. Gisa Klönne beschreibt diesen Prozess eindringlich und einfühlsam. Auch ohne die Spannung eines Krimis habe ich den Roman sehr gern gelesen.