Bewegend

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kaligrafin Avatar

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Gisa Klönne hebt sich mit ihrem Roman "Die Liebe, später" von ihrem Image als erfolgreiche Krimiautorin ab und taucht ein in die Selbstreflexion von Kora, die nach einer Herz-Operation über ihr bisheriges Leben nachdenkt.
Auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier kommt sie in Kontakt mit ihrem Bekannten Felix, der auf der Suche nach seiner verschwundenen Frau ist. Zwischendurch gibt es immer wieder Gedanken an Koras Kindheit und Vergangenheit, die durch Telefonate mit ihrem Mann Anselm unterbrochen werden.
Dieses Hin und Her hat mich sehr bewegend und zeigt, wie reflektierend ein Mensch nach einer lebensverändernden Operation ist. Was bringt das Leben noch, was hätte ich anders machen können und wie stelle ich mir die Zukunft vor? Diese Fragen haben nicht nur die Protagonistin beschäftigt, sondern auch auf sanfte Weise mich als Leserin.
Die Autorkin versteht es, sanfte Töne anzuschlagen und den Leser zum Nachdenken anzuregen. Der Schreibstil ist poetisch, wagemutig und nicht fordernd.
Fazit: Ein schöner Roman für alle, die auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens sind.