Das Leben ist bunt
Bisher ist mir Gisa Klönne eher als Krimiautorin begegnet, und zumindest Anklänge dazu erwartete ich auch bei diesem Roman wegen der Inhaltsangabe, die sich auf die verschwundene Frau ihres Bekannten Felix bezieht. Dass dieser Handlungsstrang eher dazu dient, ihre eigenen Überlegungen zur Unabhängigkeit zu spiegeln, merkt man erst später, aber immerhin dient das außerdem als spannungsförderndes Element.
Ein schwerer körperlicher Zusammenbruch bringt die ehemals besonders muntere und engagierte Radiomoderatorin auch in eine mentale Krise, die sich noch verstärkt, als die gut eingespielte Wochenendehe mit ihrem durchaus sehr geliebten Anselm droht, in ein langweiliges gemeinsames Rentnerdasein umzuschlagen.
Klönne erzählt die Story nicht geradlinig. Rückblenden legen die Ursachen nach und nach offen, dabei reflektiert sie alles sehr stark, deutet nebenbei Sachverhalte nur an, was meine Neugier weckt. Es hängen Probleme in der Luft, an die sich Kora langsam herantastet, indem sie alte Freunde kontaktiert. Der Stil ist eher spröde und faktenbasiert als gefühlsduselig, aber Koras jugendliches Ungestüm bricht sich immer wieder Bahn. Wenn die Umstände sie ausbremsen, verursacht das Frustrationen. Und die meiste Zeit wundere ich mich, mit wieviel Verständnis Anselm sie dabei begleitet, ohne seine eigenen Bedürfnisse deutlich zu äußern, doch immerhin schafft er in manchen Belangen vollendete Tatsachen.
Miteinander alt werden oder noch einmal ganz neu durchstarten: diese Frage bewegt so manche Paare. Als Symbol sehe ich die zugelaufene Katze an: "Wenn es ihr gefällt, wird sie bleiben." Jeden Tag trifft sie ihre Entscheidungen neu, aber bereits erfolgte Trennungen, an denen sie nicht schuld war (Robby, Sascha, die Mutter), haben ihre Spuren hinterlassen. Die Ermittlungen, die sie im Auftrag von Felix anstellt, führen ihr die Folgen vor Augen, die eine Trennung bei den Zurückgelassenen auslöst.
Die mit den ganzen Geschehnissen verbundene Katharsis stellt Klönne in ihrem ruhigen, verhaltenen Roman einfühlsam und nachvollziehbar dar.
Ein schwerer körperlicher Zusammenbruch bringt die ehemals besonders muntere und engagierte Radiomoderatorin auch in eine mentale Krise, die sich noch verstärkt, als die gut eingespielte Wochenendehe mit ihrem durchaus sehr geliebten Anselm droht, in ein langweiliges gemeinsames Rentnerdasein umzuschlagen.
Klönne erzählt die Story nicht geradlinig. Rückblenden legen die Ursachen nach und nach offen, dabei reflektiert sie alles sehr stark, deutet nebenbei Sachverhalte nur an, was meine Neugier weckt. Es hängen Probleme in der Luft, an die sich Kora langsam herantastet, indem sie alte Freunde kontaktiert. Der Stil ist eher spröde und faktenbasiert als gefühlsduselig, aber Koras jugendliches Ungestüm bricht sich immer wieder Bahn. Wenn die Umstände sie ausbremsen, verursacht das Frustrationen. Und die meiste Zeit wundere ich mich, mit wieviel Verständnis Anselm sie dabei begleitet, ohne seine eigenen Bedürfnisse deutlich zu äußern, doch immerhin schafft er in manchen Belangen vollendete Tatsachen.
Miteinander alt werden oder noch einmal ganz neu durchstarten: diese Frage bewegt so manche Paare. Als Symbol sehe ich die zugelaufene Katze an: "Wenn es ihr gefällt, wird sie bleiben." Jeden Tag trifft sie ihre Entscheidungen neu, aber bereits erfolgte Trennungen, an denen sie nicht schuld war (Robby, Sascha, die Mutter), haben ihre Spuren hinterlassen. Die Ermittlungen, die sie im Auftrag von Felix anstellt, führen ihr die Folgen vor Augen, die eine Trennung bei den Zurückgelassenen auslöst.
Die mit den ganzen Geschehnissen verbundene Katharsis stellt Klönne in ihrem ruhigen, verhaltenen Roman einfühlsam und nachvollziehbar dar.