Geht so
Heute erscheint »Die Liebe, später« von Gisa Klönne im Rowohlt Verlag.
Im Mittelpunkt stehen Kora und Anselm. Sie sind seit über zwanzig Jahren verheiratet, als nach einer Herz-OP plötzlich alles ins Wanken gerät: Kora zweifelt an ihrem bisherigen Leben, während Anselm sich auf den Ruhestand und eine gemeinsame Zukunft vorbereitet und Kora stattdessen in ihre Vergangenheit flüchtet.
Für mich war das Leseerlebnis insgesamt leider durchwachsen. Es gibt schöne, ruhige und stellenweise berührende Passagen, besonders dort, wo es um körperliche Verletzlichkeit, das Altern und das vorsichtige Infragestellen eines lang gelebten Lebens geht. Gleichzeitig habe ich viele Abschnitte als sehr zäh und stellenweise erstaunlich langweilig empfunden. Am Ende konnte ich für mich nicht wirklich greifen, worauf diese Geschichte eigentlich hinauswollte oder was ihre zentrale Aussage sein soll.
Besonders die Nebenhandlung rund um einen alten Bekannten und dessen verschwundene Ehefrau wirkte auf mich konstruiert und nicht notwendig. Statt Tiefe zu erzeugen, hat sie mich eher aus der Geschichte herausgezogen. Insgesamt ist es mir leider nicht gelungen, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen, weder zu Kora noch zu Anselm. Ihre Konflikte blieben für mich distanziert, fast abstrakt, sodass mir ihr Schicksal überraschend egal war.
Vielleicht bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für diesen Roman. Aber gerade deshalb überrascht mich meine Distanz zu der Geschichte, denn bei »Ava liebt noch«, das thematisch ein sehr ähnliches Grundgerüst hat, war ich emotional vollkommen abgeholt und tief involviert. »Die Liebe, später« hat das bei mir trotz einzelner schöner Momente leider nicht geschafft und mich insgesamt erstaunlich unberührt zurückgelassen.
Im Mittelpunkt stehen Kora und Anselm. Sie sind seit über zwanzig Jahren verheiratet, als nach einer Herz-OP plötzlich alles ins Wanken gerät: Kora zweifelt an ihrem bisherigen Leben, während Anselm sich auf den Ruhestand und eine gemeinsame Zukunft vorbereitet und Kora stattdessen in ihre Vergangenheit flüchtet.
Für mich war das Leseerlebnis insgesamt leider durchwachsen. Es gibt schöne, ruhige und stellenweise berührende Passagen, besonders dort, wo es um körperliche Verletzlichkeit, das Altern und das vorsichtige Infragestellen eines lang gelebten Lebens geht. Gleichzeitig habe ich viele Abschnitte als sehr zäh und stellenweise erstaunlich langweilig empfunden. Am Ende konnte ich für mich nicht wirklich greifen, worauf diese Geschichte eigentlich hinauswollte oder was ihre zentrale Aussage sein soll.
Besonders die Nebenhandlung rund um einen alten Bekannten und dessen verschwundene Ehefrau wirkte auf mich konstruiert und nicht notwendig. Statt Tiefe zu erzeugen, hat sie mich eher aus der Geschichte herausgezogen. Insgesamt ist es mir leider nicht gelungen, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen, weder zu Kora noch zu Anselm. Ihre Konflikte blieben für mich distanziert, fast abstrakt, sodass mir ihr Schicksal überraschend egal war.
Vielleicht bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für diesen Roman. Aber gerade deshalb überrascht mich meine Distanz zu der Geschichte, denn bei »Ava liebt noch«, das thematisch ein sehr ähnliches Grundgerüst hat, war ich emotional vollkommen abgeholt und tief involviert. »Die Liebe, später« hat das bei mir trotz einzelner schöner Momente leider nicht geschafft und mich insgesamt erstaunlich unberührt zurückgelassen.